VW- und Audi-Händler haben am stärksten mit WLTP zu kämpfen

Studie der Marktforschung Puls

| Autor: Christoph Seyerlein

61 Prozent der befragten VW-Interessenten gaben an, dass die WLTP-Umstellung Auswirkungen auf ihren Autokauf hatte.
61 Prozent der befragten VW-Interessenten gaben an, dass die WLTP-Umstellung Auswirkungen auf ihren Autokauf hatte. (Bild: © Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH)

Autohändler müssen in der Kundenansprache wegen der Umstellung auf den WLTP-Zyklus und damit verbundenen Lieferengpässen zunehmend kreativ agieren. Wie eine Umfrage und 1.005 Endverbrauchern der Marktforschung Puls zeigt, haben die Schwierigkeiten der Hersteller mit dem neuen Prüfverfahren bei mehr als der Hälfte der Befragten (56 %) Auswirkungen auf den Autokauf.

Mit 13 Prozent gab mehr als jeder Zehnte Studienteilnehmer an, die geplante Fahrzeuganschaffung komplett auf Eis gelegt zu haben. Wer sich dennoch für den Kauf entschied, griff fast in jedem zweiten Fall zu einem Gebrauchtwagen statt zum eigentlich angedachten Neuwagen (48 %). Auch deshalb haben die Besitzumschreibungen in Deutschland im Juli etwas an Fahrt gewonnen.

Offenbar hatte sich aber längst nicht jeder Händler eine passende Strategie für die Ausnahmesituation zurechtgelegt. Denn nur 64 Prozent der von WLTP betroffenen befragten Autointeressenten gaben an, ein Alternativangebot für einen Neu- oder Gebrauchtwagen erhalten zu haben. Laut Puls-Geschäftsführer Konrad Weßner könnte der Handel aber gerade auf diese Weise punkten. „Um die toxische Wirkung von WLTP und der drohenden Innenstadt-Fahrverbote abzumildern, sind vor allem die Automobilhändler gefordert, aktiv über die Themen aufzuklären und Vertrauen aufzubauen“, so der Forscher.

Aus Markensicht beeinflusst die Umstellung der Studie zufolge die Arbeit von VW- und Audi-Händlern am stärksten. Fast zwei Drittel (62 %) der Befragten, die einen Audi kaufen wollen, gaben an, dass der neue Prüfzyklus Auswirkungen auf ihren Autokauf habe. Bei VW waren es 61 Prozent. In den vergangenen Wochen war bereits zu lesen, dass der Volkswagen-Konzern besonders mit WLTP zu kämpfen habe. Die wenigsten Problemfälle gibt es laut der Umfrage bei Opel.

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