Rückruf VW T6 Wasser im Türschloss

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Nick Luhmann

Eine bereits 2020 gestartete Aktion wegen Problemen mit der Türverriegelungsmechanik betrifft nun weltweit rund 239.000 Exemplare des T6. Die Maßnahme findet regional gestaffelt statt.

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VW T6.1
VW T6.1
(Bild: Hersteller)

VW Nutzfahrzeuge ruft weltweit rund 239.000 Busse vom Typ T6.1 zurück, davon 76.000 in Deutschland. „Durch eindringendes Wasser kann es bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zu einer Beeinträchtigung der Türverriegelungsmechanik und in der Folge zu einer Scheinverriegelung des Türschlosses kommen“, erklärte ein Sprecher der Konzernsparte auf Anfrage.

Dieses Fehlerbild klingt vertraut, löste es doch schon vergangenes Jahr eine Rückrufaktion aus. Die Maßnahme mit dem internen Code „57i7“ ist also eine Wiederholung und Erweiterung der Aktion „57H5“. Der betroffene Bauzeitraum lautet diesmal 1. Juli 2019 bis 5. Mai 2021 (Produktions-Standorte Hannover und Poznan).

Die Vertragsbetriebe statten die Fahrzeuge mit neuen Türbowdenzügen mit verbesserter Abdichtung aus. „Um ein Eindringen von Wasser zu vermeiden, werden zusätzlich Abdichtfolien an den Türschlössern verklebt“, kündigte der Sprecher an. Den Reparaturumfang bezifferte er mit circa 3,5 Stunden.

Aufgrund der Teilelogistik startet der Rückruf in verschiedenen Etappen. Seit heute sind den Herstellerangaben zufolge die so genannten „Kaltländer“ wie zum Beispiel in Skandinavien dran. In unseren Breitengraden beginnt die Abhilfemaßnahme voraussichtlich ab Mitte September, in den „Warmländern“ ab Mitte Dezember 2021.

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