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Zu hohe Stickoxidemissionen: Honda ruft Dieselmodelle zurück

| Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

Für über 167.000 Civic, CR-V und HR-V in Europa steht ein Softwareupdate an. Etwa jedes zehnte betroffene Exemplar ist in Deutschland registriert.

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(Bild: Honda)

Wegen überhöhter Stickoxidemissionen ruft Honda in Europa 167.450 Dieselmodelle der Modellreihen Civic, CR-V und HR-V zurück. Etwa jedes zehnte Exemplar ist in Deutschland gemeldet, wie ein Sprecher der hiesigen Niederlassung des japanischen Herstellers auf Anfrage sagte. Die betroffenen Fahrzeuge stammen aus dem Bauzeitraum 2. Februar 2015 bis 23. Mai 2018. „Unter außergewöhnlichen Fahrbedingungen wie ständiger und sich schnell wiederholender Beschleunigung“ könne der Katalysator die Zieltemperatur nicht erreichen, erläuterte der Sprecher das Problem. Dies führe zu einer erhöhten Schwefelablagerung im Katalysator, was wiederum die Reinigungsleistung reduziere.

Auffällig geworden seien die Fahrzeuge bei den so genannten „In-Service-Conformity“-Prüfungen. Diese wurden von der EU-Kommission 2018 im Zuge der Abgas-Affäre eingeführt. Dabei werden stichprobenartig Fahrzeuge mit einem Alter bis zu fünf Jahren oder einer Laufleistung bis zu 100.000 Kilometer nach Inbetriebsetzung geprüft.

Die Vertragswerkstätten aktualisieren voraussichtlich ab März die Software im Motorsteuergerät. Anschließend tragen sie den Vollzug der etwa 30 Minuten dauernden Maßnahme mit dem internen Code „6ER“ im Garantie-System ein. „Die Aktualisierung der Software hat keinen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch und die Fahrleistung der betroffenen Fahrzeuge“, betonte der Sprecher abschließend.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist