Zwei Batterielader von Ctek im Praxistest

Laden ist fast schon Nebensache

| Autor: Ottmar Holz

Serviceberater Jan Schmieder arbeitet gerne mit dem Pro-120-Ladegerät. Er schätzt die intuitive Bedienoberfläche und die schlanken Polklemmen.
Serviceberater Jan Schmieder arbeitet gerne mit dem Pro-120-Ladegerät. Er schätzt die intuitive Bedienoberfläche und die schlanken Polklemmen. (Bild: Autohaus Deusch)

Batterielader gehören zur unverzichtbaren Grundausstattung jeder Werkstatt. Leicht brummende Blechkästen mit analoger Ampereanzeige, Spannungs- und Leistungswahl sowie Drehschalter sind längst Geschichte. Durch neue Bauarten wie AGM und neue Bautechnologien wie Lithium-Ionen-Zellen ist die Komplexität der Ladestromregelung stark gestiegen. Damit nicht genug: Zusätzlich zu der ursprünglich relativ simplen Funktion „Batterie aufladen“ müssen die kleinen Gleichstromspender bei Werkstattarbeiten an aktuellen Fahrzeugen eine ungleich anspruchsvollere Aufgabe übernehmen. Die Bordbatterie allein ist bei stehendem Motor nicht in der Lage, die Bordspannung bei Reparaturen längere Zeit konstant auf einem bestimmten Wert zu halten. Daher muss der Mechatroniker bereits bei Kundendiensten die Spannung der Bordbatterie mit einem Ladegerät konstant halten.

Konstante Stromabgabe

Das gilt umso mehr bei anspruchsvollen Diagnose- und Steuergeräte-Reprogrammierungsarbeiten (Flashen). Oberklassefahrzeuge können hier durchaus 60 bis 100 Ampere aus der Leitung ziehen – Tendenz weiter steigend. Wichtiger als die reine Ampereleistung ist jedoch die Gleichförmigkeit der von Hersteller zu Hersteller individuell leicht unterschiedlichen Spannungen. Das ist vor allem beim Flashen von Steuergeräten wichtig, denn schon eine kurze Spannungsschwankung kann hier einen Schaden in meist vierstelliger Höhe verursachen. Auch in der Ausstellungshalle sind Batterielader mittlerweile alltäglich, denn die Präsentation eines elektrischen Cabrioverdecks und sonstiger Komfortsysteme überlastet die Bordbatterie nach kurzer Zeit.

Pro 25S

Labor oder Werkstatt?

Ein Ladegerät auf Einhaltung der technischen Spezifikationen zu prüfen, ist müßig und bestenfalls mit dem Equipment eines Prüflabors zu leisten. Entscheidend ist, wie sich ein Gerät im rauen Werkstattalltag schlägt. Die Diagnosespezialisten vom Autohaus Deusch, dem Siegerbetrieb des Deutschen Werkstattpreises 2018, überprüften für die Redaktion von »kfz-betrieb« zwei Ladegeräte des schwedischen Marktführers Ctek.

Das kompakte Pro 25S mit der Schutzklasseeinstufung IP44 bietet laut Hersteller eine variable Ausgabespannung im Netzteilbetrieb von 13,6 bis 15,8 Volt bei maximal 25 A und wiegt zwei Kilogramm. Es erkennt automatisch Batterietyp und -größe ab 2,0 Volt und lädt Nasszelle, Lithium-Ionen (LiFePO4), Kalzium, Gel, AGM, Blei-Säure sowie EFB-Start/Stopp-Batterien mit einer Kapazität von 40 bis 500 Ah (bei Lithium-Ionen-Batterien – LiFePO4 – von 30 bis 450 Ah). Das Ctek Pro 25S verfügt laut Hersteller über einen speziellen Lithium-Ionen-Modus.

Pro 120

Das komplett lüfterlose 120-A-Batterieladegerät mit Stromversorgung eignet sich laut Hersteller für 12-V-Bleibatterien sowie Lithium-, Calcium-, Gel-, AGM- und EFB-Start/Stopp-Aggregate mit einer Kapazität von 10 bis 3.600 Ah (Lithium-Akkus von 15 bis 1.600 Ah). Der adaptive Lademodus erkennt bereits ab einer Mindestspannung von 0,8 Volt automatisch Batterietyp und -größe. Das mit Kabeln etwa 16 Kilogramm schwere Gerät liefert im Stützbetrieb eine variable Ausgabespannung im Netzteilbetrieb von 12,4 bis 14,8 V bei maximal 120 A. Mit der Schutzklasseeinstufung IP40 ist es für den Einsatz in Innenräumen geeignet.

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