Mitsubishi Zwei Rückrufe mit Vorgeschichte

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Tanja Schmitt

Probleme mit dem Notbremsassistenten sorgen für ein Softwareupdate für über 214.000 Autos in Europa und sind auch in Deutschland relevant. Deutlich kleiner ist ein Youngtimer-Rückruf wegen fehlerhafter Takata-Airbags.

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Eines der betroffenen Fahrzeuge: der Mitsubishi Outlander.
Eines der betroffenen Fahrzeuge: der Mitsubishi Outlander.
(Bild: Mitsubishi)

Mitsubishi hat zwei neue Rückrufe angekündigt. Beide haben eine Vorgeschichte. Für den Notbremsassistenten „FCM“ gab es schon Ende 2018 eine Aktion, die nun wiederholt bzw. erweitert wird. In Europa geht es nach unseren Informationen um 214.000 Exemplare des ASX, Eclipse Cross und Outlander, inklusive der Plug-in-Hybride. Sie stammen aus unterschiedlichen Modelljahren zwischen 2017 und 2021.

Die Fahrzeuge benötigen ein (weiteres) Softwareupdate, das Fehlinterpretationen des FCM verhindern soll. Der Sicherheitsassistent könnte fälschlicherweise vor einer Kollision warnen. Eine automatische Notbremsung sei aber nicht zu befürchten, sagte ein Mitarbeiter des deutschen Importeurs MMD Automobile. Die Maßnahme trägt den internen Code „R30409“ und ist in Deutschland für 49.388 Halter relevant. Die Vorgängeraktion „R30370“ betraf vor 2,5 Jahren hierzulande etwa 17.500 Autos.

Auch der zweite Rückruf ist schon bekannt, wenn auch von anderen Herstellern. Es geht um die sogenannte „NADI“-Airbags des Zulieferers Takata, die bei Auslösung eine Verletzungsgefahr für Fahrzeuginsassen bergen.

Nun ruft auch Mitsubishi bis zu 25 Jahre alte Autos zurück, konkret den L400 / Space Gear, Colt, Lancer (Station Wagon), Space Runner und Pajero. Aufgrund des Youngtimer-Status sind es nicht mehr allzu viele. Der Sprecher nannte etwa 5.000 Fahrzeuge in Deutschland, die schon bald einen neuen Gasgenerator erhalten. Hier lautet das Aktionskürzel „R30399“.

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Freier Journalist