10 Antworten zum Fahren mit Gas

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Grimm

In Zeiten fortschreitender Elektrifizierung schien der Gasantrieb in der Nische zu verschwinden. Doch: Auf der IAA präsentierten verschiedene OEMs neue Modelle mit Erdgasantrieb. Ist das umweltfreundlicher? Und was ist mit Autogas? Antworten auf zehn Fragen.

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Opel hat verschiedene Autogas-Fahrzeuge im Programm.
Opel hat verschiedene Autogas-Fahrzeuge im Programm.
(Bild: Opel)

In der Diskussion um Abgaswerte und Einhaltung von CO2-Normen rückt ein altbekannter alternativer Antrieb wieder in den Fokus: Rund 77.000 Fahrzeuge sind in Deutschland mit Erdgas-Antrieb unterwegs. Geht es nach den Vorstellungen der Autobauer, werden es bald mehr. Dabei ist bislang der Autogas-Antrieb mit rund 448.000 Fahrzeugen der deutlich beliebtere alternative Antrieb. Antworten auf zehn Fragen zum Fahren mit Gas.

Warum ist insbesondere Erdgasantrieb jetzt wieder in aller Munde?

Gas verbrennt umweltfreundlicher als Benzin oder Diesel und kostet an der Tankstelle weniger. In Zeiten immer strenger werdender Abgasnormen und drohender Innenstadt-Fahrverbote rücken die beiden alternativen Kraftstoffe wieder in den Fokus. Die Autohersteller haben insbesondere den relativ sauber verbrennenden Erdgasantrieb wiederentdeckt und bringen neue Modelle mit dieser Antriebsalternative auf den Markt, wie zum Beispiel auf der IAA vorgestellten VW Polo und Seat Ibiza, Opel Astra oder Audi A3, A4 und A5. Skoda gibt derzeit einen zusätzlichen Rabatt, wenn man seinen alten Diesel durch ein neues Erdgasauto ersetzt. Zudem hat die Bundesregierung kürzlich die weitere Subvention der Gasantriebe beschlossen.

Was ist Autogas beziehungsweise Erdgas?

Autogas ist ein Gemisch aus Propan und Butan und entsteht als Nebenprodukt der Erdölverarbeitung und ist damit vom Ölvorkommen abhängig. Da es bei fünf bis zehn bar Druck in flüssiger Form gespeichert wird, spricht man auch von Flüssiggas oder LPG (Liquefied Petroleum Gas). Erdgas (CNG, Compressed Natural Gas) gehört zu den fossilen Brennstoffen. Durch die Beimischung von aus Biomasse hergestelltem sowie synthetischem Erdgas können Erdgasfahrzeuge allerdings ihre Ökobilanz verbessern. Das Gas wird gasförmig bei rund 200 bar Druck gespeichert.

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Warum gelten Erd- und Autogas als Öko-Alternative?

Die Emissionen bei der Verbrennung von Erd- und Autogas sind geringer verglichen mit Benzin und Diesel. So werden kaum Rußpartikel oder Schwefeldioxide emittiert. Der Ausstoß von Stickoxiden und Kohlenmonoxid ist geringer als bei Benzinern und Dieseln. Zudem ist der CO2-Ausstoß niedriger als bei Benzin-Fahrzeugen.

Was ist an Gasfahrzeugen anders als an herkömmlichen Autos mit Verbrennungsmotor?

Der Motor eines mit Auto- oder Erdgas betriebenen Fahrzeugs entspricht einem herkömmlichen Ottomotor, der unter anderem mit spezieller Einspritztechnik versehen wird. Zusätzlich müssen spezielle Tanks zur Speicherung des Gases eingebaut werden. Erdgastanks werden möglichst unterflurig, also unter dem Fahrzeugboden angebracht, so dass das Ladevolumen nicht eingeschränkt wird. Wird Autogas nachgerüstet, kann der Tank oft platzsparend in der Reserveradmulde untergebracht werden.

Meist sind Autogas- und Erdgasfahrzeuge bivalent ausgelegt. Als bivalent gelten Fahrzeuge, die neben dem Gastank weiterhin über den ursprünglichen Benzintank verfügen und somit beide Kraftstoffarten nutzen können. So können sie eine höhere Reichweite ohne Tankstopp erreichen. Über einen Schalter kann man zwischen beiden Antriebsarten wechseln. Monovalente Fahrzeuge sind konkreter auf den Gasbetrieb angepasst, haben maximal einen Nottank mit Benzin an Bord.

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