ADAC-Eco-Test 2017: Nur 5 von 105 Autos erhalten Bestwertung

Elektroautos schneiden durch die Bank gut ab

| Autor: Christoph Seyerlein

Der reine E-Antrieb ist der Gewinner des Eco-Tests 2017.
Der reine E-Antrieb ist der Gewinner des Eco-Tests 2017. (Bild: VW)

Nach wie vor sind Schadstoffemissionen von Autos ein Reizthema. Der ADAC nimmt sich in seinem „Eco-Test“ zudem regelmäßig dem Verbrauch von Fahrzeugen an. Nun hat der Club die Ergebnisse der 105 im vergangenen Jahr untersuchten Modelle zusammengefasst. Dabei fällt auf: Die wenigen getesteten E-Autos schnitten durch die Bank gut ab, für Diesel-Modelle gab es dagegen auch in dieser Untersuchung eine Abreibung.

Im ADAC-Eco-Test können Autos maximal 50 Punkte in der Kategorie „Schadstoffe“ und maximal 60 Punkte in der Kategorie „CO2“ erreichen. Die Bestwertung von fünf Sternen gibt es für Fahrzeuge mit einer Gesamtpunktzahl von mindestens 90. Im vergangenen Jahr erreichten diesen Wert gerade einmal fünf Autos. Das beste Ergebnis legte der Hyundai Ioniq Elektro mit 105 Punkten hin. Ebenfalls fünf Sterne erhielten der VW E-Golf (100), der Toyota Prius Plug-in-Hybrid (97), der Opel Ampera-E (95) und der Renault Zoe (94).

Vier der fünf Besten waren also Elektroautos und auch der fünfte getestete Stromer – das Tesla Model X 100D – fiel mit 87 Punkten, vier Sternen und Platz sieben nicht weit von den anderen ab. Zwischen Zoe und Model X hatte sich mit dem Audi A4 G-Tron ein Erdgas-Auto auf Platz sechs geschoben (88 Punkte, 4 Sterne).

Die besten Benziner im Test waren der Suzuki Ignis 1.2 SHVS und der Toyota Yaris 1.5 mit jeweils 84 Punkten und vier Sternen auf den Plätzen acht und neun. Für den punktbesten Diesel, der Mercedes E-Klasse 200 D, blieb mit 75 Punkten und vier Sternen nur Rang 13. Auch ansonsten fiel die Bilanz der Selbstzünder wenig schmeichelhaft aus: Die letzten 13 Plätze im Ranking belegen allesamt Diesel-Modelle, der Isuzu D-Max erhielt als Schlusslicht sogar keinen einzigen Punkt. Besonders seine Stickoxid-Emissionen kritisierten die Tester hart, laut ADAC lag der NOx-Ausstoß des Modells bei 721 mg pro Kilometer.

Auch RDE-Tests fließen ein

Bei seinen Tests setzt der ADAC auf „aktualisierte Fahrzyklen und verschärfte Bewertungsmaßstäbe“. Daneben müssen sich Autos, die auf dem Prüfstand eine Empfehlung erreichen – also mit vier oder fünf Umweltsternen ausgezeichnet werden – zusätzlichen Abgasmessungen auf der Straße (Real Driving Emissions) stellen.

Thomas Burkhardt, ADAC-Vizepräsident für Technik, kommentierte die Ergebnisse in einer Mitteilung folgendermaßen: „Der ADAC Eco-Test zeigt, dass es in puncto Umwelt eine Reihe an empfehlenswerten Fahrzeugen gibt.“ Jetzt komme es darauf an, Autos so sauber und effizient wie möglich zu machen, und zwar über alle Antriebsarten hinweg, so Burkhardt weiter. „Es gibt kein Entweder-Oder: Jede Reduktion von Material, Verbrauch und Schadstoffen kommt der Umwelt und dem Verbraucher zu Gute.“

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