Aral-Chef Brok wechselt zu Mittelständler

Autor / Redakteur: Andreas Grimm / Andreas Grimm, Andreas Grimm

Der langjährige Chef des Schmierstoff- und Kraftstoffherstellers Aral wechselt zu einem mittelständischen Konkurrenten, der Oktan Mineraloel-Vertriebs GmbH.

Stefan Brok wird Geschäftsführer der Oktan Mineraloel-Vertriebs GmbH in Hamburg.
Stefan Brok wird Geschäftsführer der Oktan Mineraloel-Vertriebs GmbH in Hamburg.
(Foto: Aral)

Stefan Brok tritt am 1. Januar 2016 in die Geschäftsführung der Hamburger Oktan Mineraloel-Vertrieb GmbH ein. Er wird die Geschäfte des Unternehmens laut einer Mitteilung vom Mittwoch gemeinsam mit der Geschäftsführerin Marlene Pakull führen. Der bisherige Geschäftsführer und Eigentümer Bodo Röhr zieht sich den Angaben zufolge nach 23 Jahren aus dem operativen Geschäft zurück.

Der 56-jährige Brok kommt von der Aral AG, für die er 15 Jahre lang in leitender Funktion tätig war, seit 2008 als Vorstandsvorsitzender. Seit dem Herbst zog sich Brok schrittweise aus allen Führungsfunktionen des Bochumer Konzerns zurück. In Deutschland verantwortete er unter anderem die Geschäftsbereiche Tankstelle inklusive Shop, Tankkarten sowie Großkunden/Handel. Von 2014 an leitete Brok zusätzlich das operative Handels- und Großkundengeschäft in Deutschland und in mehreren europäischen Nachbarländern sowie das Petrochemiegeschäft von Aral.

Als Grund für seinen Wechsel zu einem wesentlich kleineren Konkurrenten nennt Brok den „Reiz der Aufgaben in einem mittelständischen Umfeld“ nach fast 30-jähriger Tätigkeit für große Konzerngesellschaften. Vor seiner Aral-Karriere war Brok 13 Jahre lang für die Wintershall AG tätig gewesen. Bei Oktan will er nun wieder „verstärkt operativ und nah am Kunden arbeiten“.

Die 1992 gegründete Oktan hat einen Jahresumsatz von rund 1,5 Milliarden Euro. Neben dem klassischen Mineralölhandel betreibt die Gesellschaft 50 Tankstellen über ihre Tochtergesellschaft TBG Tankstellen-Beteiligungsgesellschaft mbH und ist maßgeblich an der Hatege Mineralöl- und Warengesellschaft mbH, der Weko-Petrol GmbH, der Mobene GmbH & Co. KG sowie der Ansykom GmbH beteiligt.

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