VW-Rückruf Auch Skoda-Modelle müssen demnächst in die Werkstatt

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Etwa eine halbe Stunde Arbeitszeit müssen die Werkstätten für den Austausch der möglicherweise korrodierten Schraube einplanen. Die Kosten für den Konzern dürften nach Schätzungen bei etwa 80 Euro pro Fahrzeug liegen – aber auch eine Vielzahl von Kundenkontakten bringen.

Dieses Bild aus der VW-Reparaturanleitung zeigt die Verschraubung des Lenkgetriebes mit abgerissenem Schraubenkopf.(Bild:  VW; Screenshot VCG)
Dieses Bild aus der VW-Reparaturanleitung zeigt die Verschraubung des Lenkgetriebes mit abgerissenem Schraubenkopf.
(Bild: VW; Screenshot VCG)

Der Rückruf des Volkswagen-Konzerns wegen möglicherweise korrodierter Befestigungsschrauben des Lenksystems könnte sich auf die Marke Skoda ausweiten – bislang war nur von Modellen der Konzernmarken VW, Audi und Seat die Rede. Das teilte ein VW-Partner der Redaktion mit. Angesichts der Plattformstrategie des VW-Konzerns – alle genannten Fahrzeuge bauen auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) auf – musste ohnehin damit gerechnet werden.

Die nötige Arbeitszeit für den Wechsel der Schraube beträgt laut der Arbeitsanweisung von VW, die »kfz-betrieb« vorliegt, etwa eine halbe Stunde. Allerdings ist die neue, besser vor Korrosion geschützte Schraube mit der Teilenummer WHT 013 461 aktuell nicht in ausreichender Zahl verfügbar – VW-Werkstätten müssen deshalb auf die bislang verwendete N 105 524 02 zurückgreifen. Ein Sicherheitsrisiko ist damit nicht verbunden, schließlich würde es sehr lange dauern, bis auch das neue Exemplar wieder so stark korrodiert ist, dass Gefahr bestünde. Die Behelfslösung soll aber in einem erneuten Werkstatttermin gegen die neue Schraube ausgetauscht werden, sobald genügend Exemplare verfügbar sind.

Die Kosten für den Konzern beziffert der Experte auf etwa 80 Euro pro Fall. Angesichts von weltweit 2,1 Millionen betroffenen Fahrzeugen (plus die eventuell noch hinzu kommenden Skoda-Modelle) dürften die Kosten letztlich mehrere Hundert Millionen Euro betragen.

Vorteilhaft für den VW-Handel – und letztlich sogar für den Konzern – sind die vielen Kundenkontakte, die aus der Aktion entstehen. Wenn allein in Deutschland mehr als eine Million Autos in die Werkstatt müssen, von denen viele schon längst von freien Betrieben betreut werden, ergibt sich die Chance auf zahlreiche Folgegeschäfte. Die Serviceberater in den Betrieben dürften jedes hereinkommende Auto – vor allem, wenn es bislang nicht in der eigenen Werkstatt betreut wurde – auf weitere Schäden untersuchen und Reparaturangebote machen. Oder gleich einen Neuwagen anbieten.

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