Audi-Vertriebsleiter verteidigt Zusammenarbeit mit Sixt

Handel soll dennoch Rückgrat bleiben

| Autor: Jens Rehberg

Audi-Vertriebschef Christian Bauer findet die Kooperation mit Sixt für das Mobilitätskonzept „Audi on Demand“ immer noch gut.
Audi-Vertriebschef Christian Bauer findet die Kooperation mit Sixt für das Mobilitätskonzept „Audi on Demand“ immer noch gut. (Bild: Rehberg/»kfz-betrieb«)

Christian Bauer, Audi-Vertriebsleiter für Deutschland, will beim Mobilitätskonzept „Audi on Demand“ in erster Linie mit den Handelspartnern zusammenarbeiten – die Zusammenarbeit mit Sixt sei aber trotzdem notwendig. Bauer ging auf die hart kritisierte Kooperation mit dem Vermieter im Rahmen des Branchengipfels des Instituts für Automobilwirtschaft am Mittwoch in Nürtingen ein: „Audi on Demand im Handel ist unsere Hauptsäule – dazu stehe ich.“

Und weiter: „In diesem Punkt kann man sich auf mich verlassen: Der Handel ist unser Rückgrat und das bleibt er auch in Zukunft.“ Es gebe jedoch nun mal ein paar neuralgische Standorte wie Flughäfen und Bahnhöfe, wo Audi keine Händler habe, aber viele Kunden hinkommen, dort wolle man ein Angebot aufbauen – „dafür haben wir die Kooperation mit Sixt gestartet“. Das werde er jederzeit auch den Vertragspartnern noch einmal bei Bedarf erläutern.

IFA-Branchentag 2019: Versammelte Vertriebskompetenz

Audi hatte die Entscheidung, Sixt mit ins Boot zu holen, im Mai relativ überraschend bekannt gegeben. Der Handel war in die Überlegungen damals scheinbar nicht eingebunden. Die Ankündigung hatte die Vertriebspartner überrascht und entsprechende Kritik nach sich gezogen.

„Wir können den strategischen Ansatz überhaupt nicht nachvollziehen“, hatte der Geschäftsführer des VW/Audi-Partnerverbands, Dirk Weddigen von Knapp, damals auf Anfrage von »kfz-betrieb« gesagt. In der Folge hatte er einen saftigen Beschwerdebrief an Volkswagen-Chef Herbert Diess verfasst und Sixt darin als „Erzfeind des Handels“ bezeichnet.

Die Stimmung zwischen beiden Seiten hat sich seither nicht merklich verbessert. Während Audi mehrfach das Konzept verteidigte, legte Weddigen von Knapp mit vernichtender Kritik am Vorstandsvorsitzenden von Audi nach. „Bram Schot macht den größten Fehler seines Lebens“, sagte er in einem weiteren Gespräch mit »kfz-betrieb«. Und weiter: „Dass der Chef eines Automobilherstellers die eigenen Händler so gegen sich aufbringt, habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt.“

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29.08.19 - Audi hatte sich durch die Kooperation mit Sixt bei Audi on demand im Mai großen Ärger mit den eigenen Händlern eingefangen. Dass bis heute kein Konsens in Sicht ist, liegt laut VW/Audi-Händlerverbandspräsident Dirk Weddigen von Knapp alleine an einem Mann: Audi-Chef Bram Schot. lesen

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