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BMW-Absatz: China läuft gut, Europa schwächelt

| Autor: Andreas Wehner

Dank guter Geschäfte in China verbuchte BMW 2019 einen Rekordabsatz. Auf dem Heimatkontinent verkaufte der Autobauer jedoch weniger Fahrzeuge – und auch die Aussichten für die Zukunft in Europa recht trüb.

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44 Prozent der BMW-Verkäufe 2019 waren SUVs.
44 Prozent der BMW-Verkäufe 2019 waren SUVs.
(Bild: BMW)

BMW hat die Verkäufe seiner Kernmarke 2019 im Vergleich zum Vorjahr um zwei Prozent gesteigert. Der Münchner Autobauer lieferte im vergangenen Jahr 2,17 Millionen Autos aus, wie aus einer Pressemitteilung vom Freitag hervorgeht.

Damit hat BMW seinen Rückstand auf den Konkurrenten Mercedes-Benz verkürzt. Die Stuttgarter legten 2020 um 1,3 Prozent auf 2,34 Millionen Einheiten zu. Auch die VW-Tochter Audi wuchs mit plus 1,8 Prozent langsamer als BMW und landete mit 1,85 Millionen verkauften Autos unter den deutschen Premiumherstellern an dritter Stelle.

Im Gegensatz zur Kernmarke musste BMW beim Fabrikat Mini jedoch ein Absatzminus hinnehmen. 347.000 Verkäufe bedeuteten einen Rückgang von 4,1 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Die Luxusmarke Rolls-Royce legte mit 5.152 Verkäufen um 25,4 Prozent zu.

Insgesamt stieg der Absatz des BMW-Konzerns mit seinen drei Marken BMW, Mini und Rolls Royce im abgelaufenen Jahr um 1,2 Prozent auf 2,52 Millionen Einheiten. „Ich bin zuversichtlich, dass wir unseren Erfolgskurs im laufenden Jahr fortführen und weiter profitabel wachsen werden. Wir streben 2020 in der BMW Group insgesamt ein leichtes Absatzplus an“, sagte BMW-Vertriebschef Pieter Nota laut Mitteilung.

Das dürfte – wie schon im vergangenen Jahr – auch 2020 vor allem aus China kommen. BMW erwartet dort für das laufende Jahr einen „soliden Absatzzuwachs“. 2019 verkauften die Münchner 724.000 Fahrzeuge auf dem chinesischen Markt – ein Zuwachs von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In der gesamten Vertriebsregion Asien lieferte der Konzern mit 924.000 Einheiten 5,6 Prozent mehr aus als noch 2018.

Schleppende Geschäfte in Europa

Dagegen laufen die Geschäfte in Europa schleppend. Im vergangenen Jahr stand auf dem Heimatkontinent mit 1,08 Millionen Fahrzeugen ein Absatzminus von 1,5 Prozent in der Bilanz. Aufgrund der eingetrübten wirtschaftlichen Lage lautet die Prognose für den europäischen Markt: „Absatzwachstum auf Vorjahresniveau.“ Das würde ein erneutes Minus bedeuten, da das Wachstum ja 2019 schon negativ war.

In den USA rechnet das Unternehmen im laufenden Jahr dagegen mit einem leichten Absatzplus. 2019 lagen die Verkäufe auf dem US-Markt mit 361.000 Einheiten um 1,8 Prozent im Plus. Im gesamten Raum Amerika verkaufte BMW 458.000 Fahrzeuge. Das entsprach einem Plus von 0,4 Prozent.

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Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«