Suchen

BMW setzt Produktion in Europa bis 19. April aus

| Autor: Andreas Wehner

Aufgrund der Corona-Krise fährt der Autobauer seine europäischen Werke sowie die Fabrik im südafrikanischen Rosslyn herunter. Die Produktionspause soll einen Monat dauern. Das Unternehmen setzt auf flexible Arbeitszeitkonten und Kurzarbeit.

Firmen zum Thema

(Bild: BMW)

BMW reagiert mit einer Produktionspause auf die Corona-Krise. „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter“, sagte Konzern-Chef Oliver Zipse am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz des Autobauers. Die Produktionsunterbrechung soll nach jetzigem Stand bis zum 19. April dauern.

Die Produktion folge der prognostizierten Absatzerwartung, somit passe BMW das Volumen entsprechend der Absatzerwartung an. „Viele Händlerbetriebe in Europa haben bereits vorübergehend geschlossen. Denn wie bei vielen Gütern wird auch die Nachfrage nach Automobilen deutlich sinken“, sagte Zipse. Gleichzeitig unterstütze die BMW Group die Maßnahmen, mit denen die Verbreitung des Coronavirus gebremst werden solle.

Dabei will das Unternehmen sein breites Spektrum an Flexibilitätsinstrumenten nutzen. Neben dem flexiblen Arbeitszeitkonto setzt BMW auf Kurzarbeit. Zudem bietet der Autobauer wie viele andere Unternehmen seinen Mitarbeitern an, von zuhause zu arbeiten „wo es sinnvoll und nötig ist“, so Zipse. Betroffen sind europaweit rund 30.000 Mitarbeiter.

„Ich bin davon überzeugt, dass wir mit diesen drei Instrumenten unsere Belegschaft sinnvoll und sicher durch diese Corona-Krise steuern“, sagte BMW-Gesamtbetriebsratschef Manfred Schoch. Für die Mitarbeiter halten sich die Verdienstausfälle in Kurzarbeit in Grenzen. Laut der betrieblichen Regelung zur Kurzarbeit betrage das Nettoeinkommen eines Tarifmitarbeiters bei BMW mindestens 93 Prozent des üblichen Niveaus.

Zuvor hatten bereits Daimler, Fiat Chrysler, PSA, der Volkswagenkonzern und Ford Produktionsstopps angekündigt.

BMW hatte zuletzt die chinesischen Werke wieder hochgefahren. Zu den nordamerikanischen Werken sagte Produktionsvorstand Milan Nedeljkovic: „Wir fahren auf Sicht.“ In Mexiko habe man aufgrund eines Umbaus sowieso eine Produktionsunterbrechung geplant. Bei den US-Werken will der Autobauer die Entwicklung beobachten.

(ID:46414946)

Über den Autor

 Andreas Wehner

Andreas Wehner

Redakteur im Ressort Newsdesk bei »kfz-betrieb«