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Concorso d’Eleganza 2018: In alter Schönheit

| Autor / Redakteur: sp-x / Jakob Schreiner

Immer Ende Mai trifft sich eine höchst exklusive Oldtimer-Szene am Comer-See, um den Concorso d’Eleganza Villa d’Este zu zelebrieren. Dem Besucher bleibt vor lauter automobilen Schönheiten der Mund offenstehen.

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Ein Aston Martin DB5 in den Gärten der Villa d'Este.
Ein Aston Martin DB5 in den Gärten der Villa d'Este.
(Bild: sp-x)

Schampus, Schrimps und schräge Schlapphüte, Damen in eleganten Kleidern, Männer in weißen Hemden und breiten Hosenträgern. Drum herum automobile Kostbarkeiten, wie sie nur selten auf dieser Welt anzutreffen sind, geparkt auf perfekt gepflegtem Rasen zwischen bunten Blumenbeeten, altem Baumbestand, penibel geharkten Kieswegen und großartigen Villen aus Belle-Époque Zeiten.

Willkommen auf dem Concorso d’Eleganza Villa d’Este, dem alljährlich im Mai stattfindenden Schönheitswettbewerb für Autos und Motorräder im Garten des Luxushotels Villa d’Este im kleinen Ort Cernobbio am Comer See. Hier trifft sich die Créme de la Créme der Oldtimer-Szene, eine illustre Schar gleichgesinnter Multimillionäre, die ihr altes wie rares Blech der Öffentlichkeit präsentiert. Und wie das bei Feierlichkeiten häufig so ist, stand auch dieser Event unter einem Motto. Dieses Mal hieß es „Hollywood on the Lake“. Schließlich rollten nicht nur manche der heutigen Oldtimer einst über die Kinoleinwand und erlangten Weltruhm, sondern auch die Villa d’Este und der Comer See dienten Regisseuren als Drehort. Dass allerdings von den 51 ausgestellten Fahrzeugen nur sechs in engerer Beziehung zu Hollywood standen, stört hier angesichts der restlichen Schönheiten niemand, zu einmalig ist deren Existenz, zu faszinierend ihre Geschichten.

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Da steht für über 40 Jahre das berühmteste Auto von James Bond bei einem Film-Fan im Wohnzimmer, bis ein gewisser Harry Yeaggy aus Ohio davon hört, mit dem Besitzer handelseinig wird und ihm den DB5 für die, nicht eben unbescheidene Summe von 4,5 Millionen Dollar abkauft. „Der Kaufpreis ging danach an eine Charity-Stiftung“, sagt Harry, und freut sich, zwar nicht im „Auftrag Ihrer Majestät“ unterwegs zu sein, aber exakt in jenem DB5 zu fahren, mit dem Sean Connery in „Goldfinger“ seine Verfolger abschüttelte.

Gleich neben dem legendären Aston Martin parkt der Delage D8-120. Wohl kein anderes Auto war so häufig in Filmen und Musicals eingebunden, umlackiert und über den Teich transportiert worden wie dieses elegante Cabriolet von 1939. Zu sehen war der Delage beispielsweise im Musical „Ein Amerikaner in Paris“ mit Gene Kelly und Nina Foch, hier allerdings in Babyblau, weil der Filmgesellschaft das Bordeaux-Rot nicht gefiel. Auch James Cagney benutzte – einmal mehr als Gangsterboss – dieses seltene französische Achtzylinder-Modell als Gefährt.

Mehr Geschenk als Filmheld war der von Ghia mit einer neuen Karosserie versehene Cadillac Serie 62. Was Männer so alles tun, um bei einer Frau zu landen oder sie um Verzeihung zu bitten? Frei nach dem Motto „Je teurer das Präsent, desto eher knickt die Gnädigste ein“. Prinz Aly Khan versuchte es 1953 bei seiner Ex-Gemahlin und Schauspielerin Rita Hayworth. Der hochelegante Wagen ist heute im Besitz des Petersen Automotive Museums in Los Angeles.

BMW 507 vom König persönlich

Ähnliche Motive dürfte Elvis Presley gehabt haben als der „King of Rock n’ Roll“ seiner Filmpartnerin Ursula Andress einen BMW 507 übergab, heute mehrere Millionen Euro wert. Die Schweizer Schauspielerin, besser bekannt als erstes „Bond-Girl“, spielte mit ihm in der Musikkomödie „Fun in Acapulco“. Ursprünglich wollte Elvis der Dame einen Cadillac schenken, Frau Andress aber war der Ami-Schlitten zu groß und überladen. Markant an diesem 507 von 1958 sind die dünnen Rohr-Stoßstangen, angefertigt von George Barris, jenem berühmten Filmauto-Veredler von Hollywood. Ihm verkaufte Andress den 507 später.

Ein berühmter Erst-Besitzer findet sich auch in Papieren des seinerzeit schnellsten Serienautos der Welt, dem Ferrari 500 Superfast. Ihn bestellte sich der Schauspieler Peter Sellers, bekannt als der trottelig erscheinende Inspektor Jacques Clouseau im Film „Der rosarote Panther“. Gebaut wurde der elegante Ferrari nur 36 Mal.

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