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Daimler: Zwei sechsstellige Sprinter-Rückrufe

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Viktoria Hahn

In Summe umfassen zwei Maßnahmen des Herstellers weltweit fast 400.000 Fahrzeuge. Einige Transporter dürften aber von beiden Aktionen betroffen sein, da die Bauzeiträume fast identisch sind.

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Daimler hat zwei sechsstellige Rückrufe für den Sprinter gestartet.
Daimler hat zwei sechsstellige Rückrufe für den Sprinter gestartet.
(Bild: Daimler AG)

Ende April hat die Daimler-Transsportersparte zwei sechsstellige Rückrufe für den Mercedes Sprinter gestartet. Über 280.000 Exemplare mit Heckantrieb (Baureihe 907) müssen weltweit für voraussichtlich eine Stunde in die Vertragswerkstatt, weil Bremsschläuche an der Vorderachse durch Kontakt mit dem Innenkotflügel beschädigt werden könnten.

Auf dem Programm der Maßnahme mit dem internen Code „VS3BRADVER“ steht eine Überprüfung und gegebenenfalls eine Nacharbeit der Radhausinnenschalen. Sollten die Bremsschläuche bereits beschädigt sein, ersetzt sie der Werkstattmitarbeiter. In Deutschland sind 63.732 Einheiten aus dem Bauzeitraum November 2017 bis März 2020 betroffen.

Fehler in der Bedienungsanleitung

Fast identisch ist laut einer Konzernsprecherin der Bauzeitraum beim zweiten Rückruf: Dezember 2017 bis März 2020. Er umfasst Modelle beider Baureihen (also 907 mit Heck- und 910 mit Frontantrieb). Trotzdem geht es um deutlich weniger Fahrzeuge, nämlich 117.687 weltweit und 16.203 hierzulande, denn die Aktion betrifft nur Transporter mit Automatikgetriebe.

Auch die Abhilfemaßnahme ist deutlich kürzer, denn der Partnerbetrieb muss der Betriebsanleitung lediglich ein Ergänzungsheft beifügen. Eine fehlerhafte Beschreibung in der Bedienungsanleitung zur automatischen Aktivierung der Parkstufe "P" könnte sonst dazu führen, dass das abgestellte Fahrzeug unerwartet wegrollt. Der Aktionscode lautet hier „VS3BAUTOP“.

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 Niko Ganzer

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Freier Journalist