Reifenfüllkäfige Damit Mechatronikern kein Gummi um die Ohren fliegt

Von Dipl.-Ing. (FH) Kfz-Technik Peter Diehl 2 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

In Werkstätten, in denen beim Reifenwechsel auch mit Luftkanonen hantiert wird, sollten Reifenfüllkäfige vorhanden sein. Vor allem, aber nicht nur in Nutzfahrzeugbetrieben. Der ASA-Verband hat für »kfz-betrieb« eine Übersicht zu Anbietern und Größen zusammengestellt.

Reifenfüllkäfige für große Räder nehmen diese stets stehend auf, während Pkw-Räder in die hierfür ausgelegten Käfige gelegt werden.(Bild:  Beissbarth)
Reifenfüllkäfige für große Räder nehmen diese stets stehend auf, während Pkw-Räder in die hierfür ausgelegten Käfige gelegt werden.
(Bild: Beissbarth)

Mittels Luftkanone lassen sich widerspenstige Neureifen dazu bewegen, mit den Wülsten über die Humps in ihre Sitze zu springen. Widerspenstig geben sich Reifen erfahrungsgemäß dann, wenn die Winkel zwischen Lauffläche und Seitenwänden jeweils deutlich kleiner als 90 Grad und somit die Reifenwülste zu weit von ihren Sitzen entfernt sind, um die montierten Kompletträder konventionell mit Luft befüllen zu können. Hierfür sind die beiden Spalte zwischen Reifen und Rad schlicht zu groß. Ursache ist meist eine längere liegend-gestapelte Lagerung der Reifen, was unter anderem bei Reifen für Nutzfahrzeuge, aber auch für Oldtimer vorkommt.

Gängige Synonyme für Luftkanone sind Reifenbooster, -füllkanone, -füllbombe oder Bazooka, was viel über das Gefahrenpotenzial eines solchen Werkstattgeräts besagt. Denn unter Bazooka versteht man auch eine Handwaffe zur Panzerabwehr, entwickelt Anfang der 1940er-Jahre in den USA. Ihre Ähnlichkeit mit dem ebenfalls Bazooka genannten posaunenartigen Musikinstrument eines dortigen Komikers brachte der Waffe diesen Spitznamen ein, behauptet Wikipedia.