Diagnosegerät unterstützt Wartung von Elektrofahrzeugen

Auch Schulungen zu HV-Technik im Programm

| Autor: Steffen Dominsky

Die Software Mega Macs von Hella Gutmann unterstützt die Diagnose von rund 300 Hybrid- und 113 reinen Elektromodellen.
Die Software Mega Macs von Hella Gutmann unterstützt die Diagnose von rund 300 Hybrid- und 113 reinen Elektromodellen. (Bild: HGS)

Der Weg zur Elektromobilität ist auch ein Weg, der über die Hybridisierung klassischer Antriebe vonstatten geht. Werkstätten tun gut daran, sich hier sachlich und fachlich gut aufzustellen. Letztendlich ist der Wartungsbedarf der dual ausgelegten Fahrzeuge gleich oder sogar geringfügig höher als bei traditionellen Verbrennern. Und selbst reine Elektrofahrzeuge benötigen ein funktionierendes Batterie- und Thermomanagement, sind auf komplexe Sensorik für Assistenzsysteme, Bremsen, Fahrwerk und Komfortsysteme angewiesen. Auch sie müssen gewartet und instand gesetzt werden – nur generell etwas vorsichtiger, denn bis zu 1.000 Volt Spannung bedeuten Lebensgefahr.

Hinsichtlich der Diagnose von E- und Hybridfahrzeugen sind Nutzer eines neueren Mega Macs von Hella Gutmann Solutions (HGS) auf der sicheren Seite. Die Gesamt-Fahrzeugabdeckung der Diagnosesoftware von rund 50.000 Modellen umfasst auch eine wachsende Anzahl an Modellen mit alternativen Antrieben. Stand Mai 2019 beinhaltet die Mega-Macs-Software mehr als 400 Elektro- und Hybridmodelle der Hersteller Audi, BMW, Chevrolet, Citroën, Honda, Hyundai, Kia, Lexus, Mercedes, Mitsubishi, Nissan, Opel, Peugeot, Porsche, Renault, Smart, Toyota, Volvo und VW.

Diagnose, Daten und technischer Support

Freie Werkstätten, die ein Diagnosegerät von HGS nutzen, haben somit die Möglichkeit, ihre Dienstleistungen auch für E- und Hybridfahrzeuge anzubieten. Voraussetzung ist allerdings die Qualifizierung wenigstens eines Mitarbeiters zur „Elektrotechnisch Unterwiesenen Person“ (EUP) oder zur „Elektrofachkraft HV-Systeme in Kraftfahrzeugen“. Nur qualifizierte Personen dürfen Spannungsfreischaltungen vornehmen, damit Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten außerhalb des Hochvoltsystems gefahrlos durchgeführt werden können.

Auch bei Arbeiten an E- und Hybridfahrzeugen wird der Techniker von seinem Diagnosetester geführt. Der kommuniziert mit den Steuergeräten, nennt Fakten und erteilt Lösungsvorschläge. Fahrzeugspezifisch erkennt er, welche Schritte durchzuführen sind. Auffällige Warnhinweise markieren dabei Prozessschritte, die aufgrund der Hochvoltgefahr nur von höher qualifizierten Personen durchgeführt werden dürfen. Da künftig auch freie Werkstätten immer öfter mit Arbeiten an den HV-Systemen konfrontiert werden, wird Hella Gutmann die Diagnosetiefe im HV-Bereich ab Herbst 2020 deutlich erweitern. Darüber hinaus bietet die Hella Academy an zwei deutschen Standorten das Training „Fachkunde HV-Technik an eigensicheren Fahrzeugen“ an. Weitere Schulungsangebote befinden sich in Vorbereitung.

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