Keyless Go Ein Jahrzehnt Sicherheitslücke

Von Steffen Dominsky 4 min Lesedauer

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Seit nunmehr zehn Jahren kritisiert der ADAC die mangelhafte Technik schlüsselloser Zugangssysteme. Doch bei vielen Autos besteht das Problem weiterhin. Gleichzeitig steigt die Zahl der Autodiebstähle seit Jahren an.

Seit vielen Jahren moniert der ADAC, dass Fahrzeughersteller ihre Modelle mit Keyless-Go-Systemen gegen eine Reichweitenverlängerung nicht sichern.(Bild:  ADAC)
Seit vielen Jahren moniert der ADAC, dass Fahrzeughersteller ihre Modelle mit Keyless-Go-Systemen gegen eine Reichweitenverlängerung nicht sichern.
(Bild: ADAC)

Schlüssellose Zugangssysteme, sogenannte Keyless-Go-Systeme, sind bei zahlreichen Herstellern bzw. Modellen mittlerweile Standard, sprich serienmäßig verbaut. Doch leider weist die bequeme Sesam-öffne-dich-Technik oftmals massive Sicherheitsmängel auf. In einer nun gezogenen Zehn-Jahres-Bilanz seiner Keyless-Tests beklagt der ADAC, dass sich noch immer fast die Hälfte der untersuchten Fahrzeuge mit einem künstlich verlängerten Funksignal öffnen lässt. Bei rund einem Drittel gelang es den Testern sogar, den Motor zu starten.

Immerhin hat sich die Lage nach Einschätzung des ADAC in den vergangenen Jahren verbessert. Einige Hersteller wie beispielsweise die Volkswagen-Gruppe haben ihre Systeme nachgebessert und setzen mittlerweile auf die als vergleichsweise sicher geltende Ultra-Wide-Band-Technik (UWB). Dabei ermittelt das Fahrzeug anhand der Signallaufzeit, ob sich der Schlüssel tatsächlich in unmittelbarer Nähe befindet, und erkennt eine künstliche Verlängerung. Mit dem Ergebnis: Das Auto bleibt verschlossen.