Endspurt beim Lichttest 2014

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Der Lichttest 2014 hat die Halbzeit hinter sich. Dank des großen Einsatzes der teilnehmenden Kfz-Betriebe, Innungen, Landesverbände und des ZDK fällt das Zwischenresümee positiv aus.

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Unterstützung von höchster Ebene: Verkehrsminister Alexander Dobrindt (re.) und ZDK-Vorstand Thomas Peckruhn.
Unterstützung von höchster Ebene: Verkehrsminister Alexander Dobrindt (re.) und ZDK-Vorstand Thomas Peckruhn.
(Foto: Promotor)

Noch bis Ende Oktober läuft der Lichttest 2014. Zeit für eine Zwischenbilanz. „Die Resonanz auf Deutschlands größte Verkehrssicherheitsaktion ist auch in diesem Jahr gut“, betont ZDK-Sprecher Ulrich Köster. Die Beteiligung der Betriebe sei groß und der Abruf entsprechender Lichttestunterlagen sei im Vorfeld auf dem Niveau des Vorjahres gewesen.

Der ZDK wirbt für die Aktion in diesem Jahr unter anderem mit einem neuen Video, das den Lichttest erläutert: Der zweieinhalb-minütige Trickfilm soll den Lichttest vor allem bei jüngeren Autofahrern noch bekannter machen und Wissen weitergeben. Im Legetrick-Erklärformat wird das Thema leicht verständlich und in kürzester Zeit vermittelt. Das kommt gut an. Bereits in den ersten Tagen nach Veröffentlichung wurde der Film von zahlreichen Interessierten angeschaut. Auch mit vielen anderen Aktionen wie einem Online-Autokorso hat der Verband versucht, das Interesse der nachwachsenden Generation am Thema Lichttest zu wecken.

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Dies ist nicht nur dem Zentralverband, sondern auch den Landesverbänden und Kfz-Innungen mit diversen Aktionen gelungen. So haben Klaus Dieter Breitschwert, Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern, und der zuständige Landesminister Joachim Herrmann gemeinsam zur Teilnahme am Lichttest 2014 aufgerufen. „Nutzen Sie die Gelegenheit und lassen Sie kostenfrei die Beleuchtung Ihres Fahrzeugs und Ihre eigene Sehleistung überprüfen“, sagte der Minister. In den Herbst- und Wintermonaten sei gute Sicht und Sichtbarkeit das A und O, um sicher anzukommen.

Prominente Unterstützer

Das ist nicht nur im Interesse der jeweiligen Autofahrer, sondern aller Verkehrsteilnehmer. Laut Herrmann wurden 2013 in Bayern durch Verkehrsunfälle aufgrund mangelhafter Beleuchtung 73 Menschen verletzt und zwei getötet. Und der bayerische Minister kündigte an, dass parallel zu den Lichttest-Wochen die bayerische Polizei bei Verkehrskontrollen verstärkt auf die Fahrzeugbeleuchtung und Fahrzeuge ohne aktuellen Beleuchtungsaufkleber achtet.

Unterstützung von höchster Ebene erhielt auch der Landesverband Baden-Württemberg. „Das baden-württembergische Kraftfahrzeuggewerbe leistet mit dieser kostenlosen Überprüfung aller Autos in der Zeit vom 1. bis 31. Oktober einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und Unfallvermeidung im Land“, betonte Verkehrsminister Winfried Hermann.

Gemeinsam mit Präsident Harry Brambach sensibilisierte er die Autofahrer für die Bedeutung der Beleuchtungsanlage. Hermann sieht die gemeinsame Aktion „als Musterbeispiel für bürgerschaftliches Engagement der oft noch als Familienbetriebe arbeitenden Werkstätten.“ Und er betonte die Notwendigkeit des Lichttests: „Wenn erfahrungsgemäß jedes Jahr bei über einem Drittel der Fahrzeuge Mängel festgestellt werden, die Scheinwerfer nachgestellt oder Rückleuchten ersetzt werden müssen, zeigt das, wie wichtig die Aktion ist.“

Vor Ort waren die Kfz-Innungen aktiv. Ende September eröffnete beispielsweise die Kfz-Innung Flensburg Stadt und Land den Lichttest 2014 im Autohaus Bauer an der Schleswiger Straße. Maik Render, Geschäftsführer der Stadtwerke Flensburg, unterstützte die Aktion.

Sicherheitsaktion als Pflichtcheck

Die Verantwortlichen der Wormser Kfz-Innung unter der Leitung von Obermeister Manfred Baier und seinem Stellvertreter Christian Höhne konnten zahlreiche Politiker aller Parteien motivieren: Hans-Joachim Kosubek (2. Bürgermeister von Worms, CDU), Uwe Radmacher (FDP) und Patricia Soneck (SPD) stellten sich hinter den Lichtest 2014. Mit 20 Spannbändern in der Wormser Innenstadt machte die Innung auf die Aktion aufmerksam.

Um für mehr Sicherheit auf den deutschen Straßen zu sorgen, erbringen die teilnehmenden Kfz-Betriebe Jahr für Jahr einen immensen Aufwand. Mit Blick auf die sich verändernden High-Tech- und Laser-Lichtsysteme in den Fahrzeugen und vor dem Hintergrund, dass jedes dritte Fahrzeug Mängel an der Beleuchtung aufweist, forderte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski jüngst, den etablierten Lichttest als jährlichen Pflichtcheck durchzuführen. „Es darf nicht sein, dass täglich Menschen aufgrund von Beleuchtungsmängeln am Fahrzeug sterben“, kritisierte Karpinski dieses immer noch unterschätzte Risiko.

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