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Ernst-Robert Nouvertné übergibt das Steuer

Redakteur: Christoph Baeuchle

Neun Jahre hat Ernst-Robert Nouvertné den Landesverband NRW gelenkt. Nun hat er den Weg für einen Nachfolger freigemacht. Auf die Burg an der Wupper kamen rund 120 Gäste zum Abschied.

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Ausgezeichnet: Ernst-Robert Nouvertné erhält von ZDK-Vorstandsmitglied Harry Brambach die Urkunde zur Goldenen Ehrennadel überreicht.
Ausgezeichnet: Ernst-Robert Nouvertné erhält von ZDK-Vorstandsmitglied Harry Brambach die Urkunde zur Goldenen Ehrennadel überreicht.
(Foto: Baeuchle)

Beim Kfz-Gewerbe Nordrhein-Westfalen ist eine Ära zu Ende gegangenen: Als Präsident hat Ernst-Robert Nouvertné neun Jahre die Entwicklung des Landesverbands geprägt. Nun hat er das Lenkrad an seinen Nachfolger Frank Mund übergeben.

„Die bisherige Lebensleistung von Ernst-Robert Nouvertné würde bei manch anderem für zwei Leben reichen“, sagte ZDK-Vorstandsmitglied Harry Brambach. Er habe beispielhaft zwei Leben miteinander verbunden: das Leben eines Kfz-Unternehmers und das Leben eine Ehrenämtlers.

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Beide sind umfangreich und gehen über Jahrzehnte: Im elterlichen Betrieb machte Nouvertné zunächst eine kaufmännische und im Anschluss eine technische Ausbildung (1969) plus Meister-Prüfung (1974). Bereits nach Abschluss der Ausbildung zum Kfz-Mechaniker übernahm er den elterlichen Betrieb. In mehreren Phasen baute Nouvertné das Unternehmen aus, seit 1999 gemeinsam mit seinen Kindern Nicole und Christoph.

Seit Ende der Meisterprüfung engagiert sich Nouvertné in der Verbandsorganisation: Zunächst in der Kfz-Innung Solingen, wo er seit 1990 als Obermeister an der Spitze steht. 2002 kamen weitere Ämter auf Landesebene hinzu, wo er von 2005 bis 2014 Präsident war. Auf Bundesebene wurde Nouvertné 2008 in den ZDK-Vorstand gewählt.

Den langjährigen Einsatz auf zahlreichen Ebenen der Verbandsorganisation würdigte nun das Kfz-Gewerbe mit der Goldenen Ehrennadel. „Menschen deines Formats prägen den Verband“, lobte Brambach bei der Übergabe. Im Sinne der Branche hat Nouvertné zahlreiche Themen vorangetrieben.

Dafür war vor allem auch eines notwendig: Zeit. „Man müsste einmal auflisten, wie viele ehrenamtliche Abende zusammengekommen sind“, betonte Andreas Ehlert, Präsident Nordrhein-Westfälischer Handwerkskammertag. „Die Gesellschaft ist auf Menschen angewiesen, die mehr tun als ihre Pflicht und das Eigeninteresse im Sinne der Gemeinschaft hintanstellen.“

Mit ZDK-Ehrenpräsident Robert Rademacher machte Ernst-Robert Nouvertné viele Jahre gemeinsame Sache – egal ob beim Landesverband oder beim ZDK. Die beiden lernten sich vor 40 Jahren kennen, als Nouvertné seinen Neubau eröffnete und Rademacher die Eröffnungsrede halten musste.

„Es war mir immer ein ehrliches Vergnügen“, blickte Rademacher zurück. „Ich würde mir wünschen, dass es mehr Männer wie Ernst-Robert Nouvertné gibt – sowohl auf Unternehmens- als auch auf Verbandsseite.“

Zu diesen Männern gehört auch Klaus Dieter Breitschwert, Präsident des Kfz-Gewerbes Bayern: „Ernst-Robert Nouvertnés Stimme war im Chor der Verantwortlichen gut zu hören“, lobte Breitschwert. Er sei stets auch bereit gewesen, unpopuläre Wege zu gehen, wenn es der Sache diente.

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