Frank Levy, Präsident des Toyota- und Lexus-Händlerverbands: „Bei Toyota werden dieses Jahr eine Vielzahl von neuen, attraktiven Modellen an den Start kommen. Sofern der Konzern auf das Gaspedal und nicht die Bremse tritt, können wir nun mit tollen und starken Hybridmotoren ein starkes Wachstum bei Volumen und Ertrag hinlegen. Die Verhandlungen über den neuen Händlervertrag werden spannend und herausfordernd sein. Es gilt für beide Seiten ein vernünftiges Ergebnis zu erzielen, welches den Fortbestand des Handels in Gänze sichert.“
Werner Prange, Präsident des Mazda-Händlerverbands: „In diesem Jahr haben wir die Einführung des neuen Mazda 3 sowie mit dem CX-30 die Einführung eines komplett neuen Modells im SUV-Bereich. Von beiden Fahrzeugen erwarten wir natürlich einen gewissen Schwung und wir freuen uns bereits darauf. Des Weiteren werden wir in diesem Jahr den Start unserer Elektromodelle vorbereiten und werden diesbezüglich mit Mazda über die entsprechenden Rahmenbedingungen sprechen.“
Guido Riemann, Präsident des Mitsubishi Händlerbeirats: „Die größte Herausforderung für den Mitsubishi-Handel in Deutschland im Jahr 2019 ist sicher, den Erfolg der vergangenen Jahre zu festigen. Hierzu zählen die großartige Verkaufsleistung der Mitsubishi-Autohäuser und natürlich die hohe Kundenzufriedenheit im Service. Das erfordert täglich ein hohes Engagement der Teams in den Autohäusern. Beim Thema Elektromobilität sind die meisten Mitsubishi Unternehmen fit, weshalb auch hier die Verkäufe deutlich zulegen.
Der Handel tauscht sich regelmäßig mit dem Importeur der MMD Automobile GmbH in Friedberg aus. Diese partnerschaftliche Zusammenarbeit ist auch Teil unseres Erfolges in Deutschland und wird von beiden Seiten konstruktiv und vorbehaltlos geführt. Zu dem konzentrierten „Weiter so“ gehört sicher auch, nie die Rendite der Unternehmen aus den Augen zu verlieren, damit Investitionen in die Weiterentwicklung der Mitsubishi Autohäuser nicht notwendig, sondern vom Unternehmen gewünscht und gewollt sind.“
Thorsten Herzog, Geschäftsführer Verband der Nissan Händler Deutschland: „Die größten Herausforderungen sieht der Nissan-Händlerverband aktuell in der Zielerreichung für das kommende Geschäftsjahr (1. April 2019 – 31. März 2020) mit einer doch mittlerweile deutlich reduzierten Modellpalette. Dazu ist man aus meiner Sicht sehr auf ein einziges Modell fokussiert, welches den Hauptteil der Verkäufe ausmacht. Das führt in Summe zu der zu niedrigen Gesamtrendite im Handel, das ist dauerhaft nicht gesund und es ist zu befürchten, dass es hier zu Problemen in einzelnen Betrieben kommen kann. Zuversichtlich bin ich beim Thema Elektromobilität. Hier hat Nissan eine absolut wettbewerbsfähige Produktpalette (PKW und leichte Nutzfahrzeuge).
Probleme sehe ich im IT-Bereich. Hier scheint mir Nissan nicht ganz auf der Höhe der Zeit (und des Wettbewerbs) zu sein, was die Vernetzung der Systeme, das Zusammenspiel mit den DMS-Systemen und ganz allgemein der Usability der Software angeht. Hier muss mehr investiert werden, sonst verliert man in diesem wichtigen Zukunftsthema schnell den Anschluss.
Mirko Janovich und Sascha Spindler, Präsident und Geschäftsführer des Suzuki-Händlerverbands: „Wir als Händlerverband müssen uns zukünftig darin verstehen, zusammen mit dem Hersteller und dem Handel Wege zu finden, wie wir die technologisch hochwertigen Produkte von Suzuki mit Bruttoertrag vermarkten können. Gleichzeitig müssen wir durch gezielt angewendete Programme und Dienstleistungsangebote (Neuwagen-Anschlussgarantie, Update Kartenmaterial, Reifenhotels, etc.) Handel und Kunden vernetzen, damit wir den Kunden intensiv und langfristig an uns binden.
Dabei dürfen natürlich die Tagesthemen nicht aus den Augen verlieren:
- Trotz Einstellung der Modelle Celerio und Baleno müssen wir die vorgegebene Zielerreichung von 35.000 Einheiten in Deutschland bewältigen. Dazu müssen konkurrenzfähige Verkaufsförderungsprogramme zur Verfügung stehen und die Lieferfähigkeit muss gegeben sein.
- Wir wollen Klarheit über unser „Lieblingsmodell“ Jimny – wir brauchen mehr Ware und eine klare und präzise Angabe der Lieferzeiten.
- Die Herausforderung für unseren Hersteller wird es sein, uns Händlern trotz Umstrukturierungen im Haus Suzuki Deutschland weiterhin verlässlich und fair zur Seite zu stehen.
- Wir müssen die Mitarbeiterzufriedenheit in den Autohäusern stärken und die Betriebe bei der Suche nach Mitarbeitern unterstützen.
- Wichtig wird es sein, einen reibungslosen Übergang von den aktuellen Modellen mit reinen Verbrennungsmotoren auf Hybridtechnologie und Elektro ohne längere Lieferzeiten hinzubekommen und das zu bezahlbaren Preisen für den Endverbraucher darzustellen.
Wir dürfen aber innerhalb dieses Tagesgeschäftes nicht vergessen, dass die Aufmerksamkeit eigentlich dem Umdenken geschenkt werden muss. Und genau dieses Umdenken müssen wir auch bei unserem Hersteller/Importeur einleiten. Es ist nicht mehr wichtig, dass wir dem Kunden bunte Briefchen mit Bildern schicken, damit unser Marketing-Gewissen beruhigt ist oder im neuen Jahr mit einem Neujahrsbrunch versuchen, die Kunden in unser Autohaus zu locken. Es hat auch überhaupt keinen Sinn mehr, den Verkäufern Vorgaben zu machen, dass sie mindestens 10 Kunden am Tag anrufen müssen, um das Datengewissen im Verkäuferarbeitsplatz zu füllen. Wir müssen all umdenken! Und dieses „Umdenken“ wird die Aufgabe in den nächsten Jahren des Suzuki Automobil Händlerverbandes sein und werden. Alles andere ist verbrannter Schnee!“
Thomas Knauber, Vorsitzender des Subaru Händlerbeirats: „Wir brauchen die Unterstützung des Importeurs in jeglicher Weise beim Übergang vom Verbrennungsmotor zum Hybrid und E-Motor. Schulungen und Investitionen müssen im Rahmen bleiben. Außerdem benötigt der Handel Unterstützung beim Abverkauf der ‚alten‘ Abgasnormen und alten Modelle. Er steht unter gehörigem Druck, da die Kunden sehr misstrauisch geworden sind. Zuletzt muss der Modellmix auf den Kunden zugeschnitten werden. Durch den Wegfall unserer Imagemodelle fehlt dem Handel Ware.“
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