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FCA: „Wir haben geblutet, geschwitzt, gekämpft – und unsere Ziele erreicht“

| Autor: Christoph Seyerlein

Maria Grazia Davino, Deutschlandchefin von Fiat Chrysler Automobiles, spricht den deutschen FCA-Händlern ein Kompliment im Umgang mit der Corona-Krise aus. Doch es warten bereits die nächsten Herausforderungen – beispielsweise der Start des elektrischen Fiat 500.

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(Bild: FCA)

Monatlich informiert Maria Grazia Davino, Deutschlandchefin von Fiat Chrysler Automobiles, die FCA-Händler hierzulande in einer Videobotschaft über die aktuelle Lage und künftige Themen. In ihrem aktuellen Youtube-Video hatte die Italienerin ein großes Lob für die Partner parat: „Wir haben geblutet, wir haben geschwitzt, wir haben gekämpft. Aber wir haben genau erreicht, was wir uns als Ziel gesetzt haben. Und das ist das Wichtigste“, sagte die 42-Jährige.

Diese Aussage lässt sich durchaus auch mit Zahlen untermauern. Denn zumindest die Neuzulassungsstatistik des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) lässt erahnen, dass die FCA-Marken – mit Ausnahme von Alfa Romeo – bislang krisenresistenter waren als einige Wettbewerber. Fiat legte im Juni beispielsweise als eine von nur vier relevanten Pkw-Marken in Deutschland ein Zulassungsplus (+1,2 %) im Vergleich zum Vorjahresmonat hin.

FCA sei „gut vorbereitet“

Darauf will der Importeur nun weiter aufbauen. „Der Markt kommt zurück. Ich erkenne bereits wieder Bewegung“, sagte Davino. Sie bewundere Deutschland für sein Vorgehen in der Corona-Pandemie, die Reaktion sei „sehr stark“ gewesen. Zwar sei auch der Juli herausfordernd. FCA sei aber „gut darauf vorbereitet“, so die Deutschlandchefin.

Wie schon in den zurückliegenden Monaten animierte Davino den Handel, zeitnah genügend Fahrzeuge zu bestellen. Dies gewinne nun zusätzlich an Bedeutung, da in den FCA-Werken zweiwöchige Werksferien anstehen. „Nur die Autos, die wir bis nächste Woche bestellen, kriegen wir noch“, mahnte Davino. Sie werde es nicht erlauben, die eigens gesteckten Ziele im August und September aufgrund von verpassten Bestellungen zu verfehlen, unterstrich die Italienerin die Wichtigkeit jener Thematik.

Neuigkeiten zum Elektro-500

Einige neue Informationen hatte Maria Grazia Davino zum Fiat 500 „La Prima“, der angekündigten Elektro-Variante des Kleinwagens, parat. Am 22. Juli steht in Rom die Homologation des Modells an. Am 22. Oktober soll das Auto dann erstmals nach Deutschland kommen und am 7. November will FCA Deutschland die Fahrzeuge für den Launch vor Ort haben.

Generell sei die Situation rund um den Elektro-500 noch „schwierig“, so Davino. Man arbeite an Verbesserungen, beispielsweise in der Logistik. Dennoch geriet sie beim Blick auf das Auto ins Schwärmen: „Der neue 500 BEV ist ein Traum. Er ist ein Meisterstück und ein Fashion-Produkt.“ Es gebe im Wettbewerb in dem Segment kein vergleichbares Produkt, ist die Deutschlandchefin überzeugt. „Manchmal ärgere ich mich über die Konkurrenz, aber in diesem Fall muss ich ein bisschen lachen. Vielleicht werden unsere Wettbewerber mehr abverkaufen, aber ich weiß, dass unser Auto viel schöner ist. Ich bin stolz, dass wir so etwas haben.“

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