Ferrari-Händler Eberlein: Der Glücklichmacher

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Wer heute einen Blick in die Werkstatt wirft, die durch große Glasscheiben vom Verkaufsraum einzusehen ist, wird daher nicht selten Millionenwerte zu Gesicht bekommen. Ob nun ein auseinandergebauter Ferrari Enzo, der im Ganzen ein paar Meter weiter für 990.000 Euro angeboten wird, ein seltener F40, ein 512 M oder ein Dino – zu Eberlein kommt alles, was mit Ferrari zu tun hat. Derzeit parkt sogar ein La Ferrari, einer der ersten überhaupt in Deutschland, von einem roten Tuch bedeckt und einem grünen Absperrband mit der Aufschrift „Hybrid Car Area“ umrahmt in der heiligen Werkstatthalle.

Neben den funkelnden Neuheiten im Verkaufsraum, deren Preise zumeist jenseits der 150.000 Euro-Marke liegen, stehen in einer erst vor kurzem fertiggestellten Halle und im Untergeschoss des nicht nur von innen edel wirkenden Baus noch jede Menge weiterer automobiler Schönheiten. Hier können zum einen Kunden von Helmut Eberlein ihre Fahrzeuge überwintern lassen.

Der Chef sammelt auch privat

Zum anderen stehen dort auch Fahrzeuge seiner privaten Sammlung. Sein letzter Privatkauf ist erst vor kurzem zu seiner automobilen Familie hinzugestoßen. Es ist ein 308 GTB, der 30 Jahre lang von Zeitungen bedeckt in einer Garage stand, was ihm durchaus an einigen Stellen anzusehen ist. Aber auch Gebrauchtwagen, natürlich Ferraris, für Menschen mit kleineren Geldbeutel stehen hier dicht an dicht.

Und damit ihm kein Kunde, ob mittel- oder schwerreich, entgeht, begegnet er jedem, der durch das große rote Eingangsportal hereinkommt, mit dem Gefühl willkommen zu sein. „Mir ist wichtig, dass jeder so behandelt wird, als wenn er mit einem unserer Fahrzeuge nach Hause fahren könnte. Die meisten sind zugegebenermaßen Stammkunden und – liebevoll formuliert – alle ein bisschen verrückt.“

Hinzu kommt, dass der eine oder andere gut betuchte Interessent es auch drauf anlegt und im Schlabberlook hereinkommt. Doch damit hat Helmut Eberlein, der wie alle seiner Angestellten nicht hochnäsig im edlen Armani, sondern bodenständig in Jeans und firmeneigenem Pullover durch die Verkaufsräume wandelt, noch nie Probleme gehabt – was einige Kundenzufriedenheits-Urkunden an den Wänden bestätigen.

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Der gertenschlanke Geschäftsführer legt ganz offensichtlich Wert auf andere Dinge. Dinge wie Ehrlichkeit, Gespräche ohne jeglichen Zeitdruck oder auch ein simples „Setz Dich doch einfach mal in einen echten Ferrari mein Junge“, die bei seinen Kunden ankommen und sie regelmäßig zum Kauf neuer Sportwagen verleiten. So wundert es nicht, dass drei originale Fußballtrikots der Spieler Frings, Owomoyela und Ballack ihren festen Platz bei Eberlein gefunden haben. Der von Michael Ballack selbst geschriebene Satz unter der legendären 13 seines FC Chelsea-Trikots bringt es auf den Punkt: „Ich habe eindeutig zu viel Geld bei Dir gelassen, aber Deine Autos sind leider gut. Vielen Dank!“

Helmut Eberlein hat geschafft, dass auch die ganz Großen ihm immer wieder vertrauen. Besonders stolz ist er daher auch auf seine schwere Armbanduhr des Typs Panerai Ferrari Scuderia FER00009. „Die hat mir Jean Todt, der Präsident des Welt-Automobilverbands FIA, geschenkt“, verrät der bekennende Rohköstler, während er sich genüsslich das aus eigener italienischer Produktion hergestellte Olivenöl über seinen Salat gießt. Solange das richtige Öl im richtigen Gefäß landet, kann und wird bei Helmut Eberlein auf lange Sicht nichts schiefgehen.

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