Mobilitätszentrum Feser-Graf investiert 20 Millionen Euro

Von Dr. Martin Achter 2 min Lesedauer

Drei Jahre nach der Ankündigung rollen bei Feser-Graf die Bagger: In einem Mobilitätszentrum am Stammsitz in Nürnberg sollen Pkw- und Motorradmarken, Verwaltung und ein Café zusammenkommen. Das Konzept hat sich gegenüber 2023 verändert, die Fertigstellung ist nun für 2028 geplant.

Die Feser-Graf-Gruppe baut für rund 20 Millionen Euro ein neues Mobilitätszentrum am Stammsitz in der Heisterstraße in Nürnberg.(Bild:  Feser-Graf-Gruppe)
Die Feser-Graf-Gruppe baut für rund 20 Millionen Euro ein neues Mobilitätszentrum am Stammsitz in der Heisterstraße in Nürnberg.
(Bild: Feser-Graf-Gruppe)

Es dauert – wie es nicht selten vorkommt – länger als geplant, doch nun geht es los: Die Feser-Graf-Gruppe startete den Bau ihres neuen Mobilitätszentrums in Nürnberg, wie das Unternehmen mitteilte. Die Fertigstellung des Gebäudes in der Heisterstraße ist für das Frühjahr 2028 vorgesehen.

Die Gruppe investiert nach eigenen Angaben rund 20 Millionen Euro, künftig sollen dort etwa 200 Mitarbeitende arbeiten. Geschäftsführer Markus Kugler erklärte angesichts des Baubeginns: „Mit dem Mobilitätszentrum investieren wir ganz bewusst in die langfristige Entwicklung unseres Unternehmenssitzes in Nürnberg.“

Deutlich später als angekündigt

Feser-Graf hatte das Projekt Anfang Dezember 2023 angekündigt – nach eigenen Angaben als größte Investition der Unternehmensgeschichte. Der Baustart war damals für die zweite Jahreshälfte 2024 vorgesehen. Das Gebäude sollte bis zum ersten Halbjahr 2026 fertig sein. Tatsächlich erfolgte der Baubeginn nun knapp drei Jahre nach der Ankündigung, die Fertigstellung verschiebt sich damit um rund zwei Jahre.

Auch das Konzept hat sich gegenüber der ursprünglichen Planung verändert. 2023 waren im Erdgeschoss Seat, Cupra und Hyundai vorgesehen. Nach der aktuellen Mitteilung entstehen dort nun Showrooms für Cupra, Seat und Skoda. Von Hyundai ist nicht mehr die Rede. Skoda ist derzeit zusammen mit Volkswagen in einem gegenüberliegenden Gebäude der Gruppe untergebracht.

Auch beim Thema Gebrauchtwagen gibt es womöglich Änderungen. Ursprünglich sollten die Parkdecks als Ausstellung für 170 Gebrauchtwagen dienen. Nun spricht Feser-Graf von einem Parkhaus mit rund 170 Stellplätzen für Kunden sowie für Fahrzeuge, die am Standort angeboten werden. Eine Gebrauchtwagenausstellung wird nicht mehr explizit erwähnt.

Die Grundidee ist dennoch geblieben. Geschäftsführer Till Heinrich hatte sie 2023 so beschrieben: „Wir wollen ein Mobilitätskaufhaus schaffen und dadurch das Gesamtgeschäft an unserem Stammsitz abrunden.“ Im ersten Obergeschoss sind die Motorradmarken Ducati und Triumph untergebracht. Neben den Verkaufsflächen entstehen dort eine gläserne Motorradwerkstatt, in der Kunden Fachkräften bei der Arbeit zusehen können, und ein Café mit Kundenbereich.

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(Bildquelle: VCG)

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Das zweite und dritte Obergeschoss sind für die Verwaltung der Firmenzentrale vorgesehen. Damit setzt die Gruppe die Zentralisierung fort, die 2020 mit der Eröffnung der Konzernzentrale an dem Standort begann. Ein integrierter Ladepark für Elektrofahrzeuge ergänzt das Mobilitätsangebot vor Ort.

Auf dem Dach des geplanten Mobilitätszentrums entsteht eine Fotovoltaikanlage, die Wärme kommt aus dem lokalen Fernwärmenetz. Niederschlagswasser von Dach-, Hof- und Parkplatzflächen wird über eine Rigolenanlage dem Grundwasser zugeführt.

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