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Freie Werkstätten fordern fairen Datenzugang

Autor / Redakteur: Timo Schulz / Christoph Baeuchle

Fairer Wettbewerb ist nur möglich, wenn alle Branchenbeteiligten den gleichen Zugang zu Fahrzeugdaten erhalten. Die Bundesfachgruppe „Freie Werkstätten“ hat nun eine Resolution verabschiedet, in der sie die Politik auffordert, die Grundlagen für einen fairen Wettbewerb zu schaffen.

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Stefan Vorbeck, ZDK-Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Bundesfachgruppe „Freie Werkstätten“.
Stefan Vorbeck, ZDK-Vorstandsmitglied und Vorsitzender der Bundesfachgruppe „Freie Werkstätten“.
(Bild: Promotor)

Die Politik muss einen fairen Zugang zum vernetzten Fahrzeug ermöglichen. Das fordert die Bundesfachgruppe „Freie Werkstätten“ des Deutschen Kfz-Gewerbes in einer Resolution zur Digitalisierung und unterstützt damit die ZDK-Position.

„Die offene und interoperable Telematikschnittstelle im Fahrzeug als Einstieg für Servicedienstleister neben Herstellern und Importeuren sichert dem Fahrzeugmarkt einen fairen Wettbewerb für alle“, betont Stefan Vorbeck, ZDK-Vorstand und Vorsitzender der Bundesfachgruppe.

Ein fairer Wettbewerb ist laut Vorbeck nur möglich, wenn Autofahrer selbst die fahrzeuggenerierten Daten an die Werkstatt ihrer Wahl – markengebunden oder frei – senden und dieser auch Zugriff etwa auf das Display im Armaturenbrett gewähren können. Es müsse daher sichergestellt werden, dass die Fahrzeughersteller über keine alleinige Daten- und Zugangskontrolle verfügen. Nur dann sei die Vernetzung des Fahrzeugs für den Verbraucher fair und sinnvoll.

Die Bundesfachgruppe fordert die Politik auf, im Rahmen der Typgenehmigung eine entsprechende gesetzliche Grundlage zu schaffen. Eine Kundenschnittstelle für die Kommunikation zum Kraftfahrzeug und eine Datenschnittstelle zum Senden und Empfangen von Daten sollen allen Kfz-Werkstätten denselben Zugang ermöglichen, den auch Fahrzeughersteller verwenden.

Automobilhersteller nutzen bereits solche Schnittstellen, um digitale Geschäftsmodelle wie die Onlinediagnose umzusetzen. Dabei sieht ihr Konzept vor, freien wie auch vertragsgebundenen Kfz‐Werkstätten einen Zugang zum Kraftfahrzeug und zum Kunden zu geben. Das sogenannte Nevada-Konzept der Fahrzeughersteller, das nur für Dritte erstellt wurde, ist nach Ansicht der Bundesfachgruppe für fairen Wettbewerb allerdings nicht geeignet.

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