Gefahren: Der Hyundai i10 zeigt Größe

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Tatsächlich streckt sich Hyundais Kleinster wie gehabt auf eine Länge von 3,67 Meter Länge, bleibt also Parkplatz-freundlichen Abmessungen treu. In der Breite hat das Fahrzeug um 2 Zentimeter auf nun 1,68 Meter zugelegt, dafür nahm er in der Höhe um 2 Zentimeter auf 1,48 Meter ab.

Trotz der knappen Abmessungen ist das Platzangebot relativ gut. Zeigen sich Fahrer und Beifahrer kooperativ, können im Fond auch zwei Erwachsene gut sitzen, zumal der Einstieg in den Fond über die vergleichsweise weit ausgeschnittenen Türöffnungen leicht gelingt. Ansonsten bietet sich der Rückraum zur Erweiterung des Kofferraums von 252 auf bis zu 1.050 Liter an. Die Innenraumanmutung hat bei den gefahrenen höheren Ausstattungslinien gefallen. Die Sitze geben guten Halt und sind bequem. Wer allerdings ein Lenkrad möchte, dass sich nicht nur in der Höhe, sondern auch in der Tiefe verstellen lässt, wird nicht fündig. Dass Hyundai beim i10 mit spitzer Feder rechnet, zeigt sich in weiteren Details. Die Sonnenblenden knallen zum Beispiel beim Zurückklappen ungedämpft in ihre Ausgangsposition zurück und auch die Qualität der Teppichauslegware überzeugt nur bedingt.

Hyundai i10: Mehr Platz, mehr Technik
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Für den Vortrieb sorgen die überarbeiteten Motoren aus dem Vorgänger. Neben dem Dreizylinder mit 67 PS (für alle Ausstattungslinien) steht noch ein 1,2-Liter-Vierzylinder mit 62 kW/84 PS (ab 15.690 Euro, Trend) zur Wahl. Beide Aggregate kommen ohne Turbo-Unterstützung aus und verfügen über ein Fünfgang-Schaltgetriebe. Alternativ übernimmt ein automatisiertes Fünfgang-Schaltgetriebe die Kraftübertragung an die Vorderräder.

Wer hin und wieder die Stadt oder Landstraßen verlassen möchte, ist mit dem stärkeren Aggregat naturgemäß besser bedient als mit 67 PS starken Dreizylinder. Dieser braucht fast 15 Sekunden für den Standardspurt und bei Tempo 156 geht ihm die Luft aus. Schaltarbeit ist angesagt, um den Sauger bei Drehmomentlaune zu halten. 96 Nm sind sowieso ein überschaubarer Wert. Akustisch hält er sich aber angenehm zurück. Das Fahrwerk filtert Unebenheiten im Straßenbelag recht ordentlich weg. Den Verbrauch gibt Hyundai mit Werten zwischen 5 und 5,5 Litern an.

Der Vierzylinder agiert etwas spritziger, braucht aber auch Fahrer mit Freude am Schalten. Das Drehmoment von 118 Nm muss wachgehalten werden; bei 3.000 Umdrehungen fühlt er sich wohl. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 171 km/h. Der Verbrauch liegt rund einen halben Liter über den Werten des Dreizylinders. Fahrspaß ist bei der Entwicklung beider Aggregate eher kein Kriterium gewesen. Wer zudem das automatisierte Getriebe nutzt, muss sehr geduldig sein. Es schaltet langsam, gibt sich dafür aber lautstark.

N-Line mit Topmotor ab Sommer

Im Sommer folgt mit der sportlich-gestalteten Ausstattungslinie N-Line der 74 kW/100 PS starke Einliter-Dreizylinder-Turbo, der auch im Schwestermodell Kia Picanto zum Einsatz kommt.

Der neue i10 ist hinsichtlich Platz, Sicherheit und Komfort ein ziemlich großes Fahrzeug geworden - in der Preisgestaltung allerdings auch. Als Alternative zum Kaufen bietet Hyundai natürlich auch Leasing an. Das startet ab 119 Euro inklusive Versicherung für Käufer ab 24 Jahre. (36 Monate, 10.000 Kilometer Laufleistung im Jahr).

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