Gefahren: McLaren MP4-12C Spider – die Windmaschine

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Zum Jahresende gibt es den McLaren MP4-12C auch als Spider. Ein pfiffiges Verdeck und ein potenter V8-Motor machen den Spitzensportler zu einer atemberaubenden Windmaschine.

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Den McLaren MP4-12C Spider gibt es jetzt auch ohne Dach.
Den McLaren MP4-12C Spider gibt es jetzt auch ohne Dach.
(Foto: McLaren)

Wer gerne schnell fährt und dabei nicht knausrig ist, der sollte bald einen Termin bei seinem Frisör machen. Eine Kurzhaarfrisur ist nämlich das Mindeste, mit dem man sich auf das Debüt des McLaren MP4-12C Spider vorbereiten kann: Ein gutes Jahr nach der Premiere des Coupés bringt der britische Formel1-Rennstall sein Straßenmodell jetzt auch als rasende Windmaschine an den Start und unterstreicht damit einmal mehr seinen Anspruch auf die Pole Position unter den Supersportwagen.

Denn nachdem das Coupé bereits die geschlossenen Tiefflieger aus Maranello, Sant Agatha, Zuffenhausen oder Affalterbach in Bedrängnis gebracht hat, geht es jetzt auch Autos wie dem Ferrari 458 Spider, dem Lamborghini Gallardo Spyder, dem Turbo-Cabrio des letzten Porsche 911 und dem Mercedes SLS Roadster an den Kragen.

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Allerdings liegt der neue Wirbelwind aus Woking nicht nur bei den Fahrleistungen zumindest auf einem Niveau mit seinen etablierten Konkurrenten, sondern auch beim Preis. Gut 20.000 Euro beträgt der Open-Air-Zuschlag, so dass der Spider am Ende mit 231.650 Euro in der Liste steht.

Zeit, seinen sperrigen Namen auszusprechen, bleibt dem Fahrer kaum: Bis man die Buchstaben über die Lippen bekommen hat, zeigt der Tacho schon mehr als 200 km/h und der Horizont kommt einem gefährlich nahe. Denn schärfer, präziser und schneller als der Exot aus England fährt kaum ein anderer Spitzensportler dieser Preisklasse, und dank Karbonkarosse, aktiver Aerodynamik, adaptivem Fahrwerk und Bremshilfe beim Lenken ist keiner technisch so nah an der Formel 1 wie der Bolide aus Woking. Das sichert McLaren eine Stellung im Wettbewerbsumfeld, die das Unternehmen aus dem Rennbetrieb bestens kennt: Die Pole Position.

625 PS können handzahm sein

In Fahrt bringt den Zweisitzer ein Mittelmotor mit acht Zylindern und nur 3,8 Litern Hubraum, der aber dank zweier Turbos 460kW/625 PS leistet und mit bis zu 600 Nm zur Sache geht. Lässt man die Finger vom Setup für Antrieb und Fahrwerk, gibt sich der Motor handzahm und lammfromm. Man kann den McLaren buchstäblich mit dem kleinen Finger fahren, der V8 dreht kaum über 2.000 Touren, die Doppelkupplung wechselt fast unmerklich die Gänge und im Auto ist es flüsterleise. Dauerläufe von Hamburg nach München sind damit fast so entspannt möglich wie in einer sportlichen Limousine.

In diesem Modus schafft man es mit ein bisschen Selbstbeherrschung auch mal für 17 Sekunden unter 30 km/h zu bleiben. Solange dauert es, bis die Hydraulik die beiden Hartschalen über dem Haupt der Passagiere nach hinten gefaltet hat und ein sanftes Lüftchen vom Scheibenrahmen und über die beiden Höcker hinter den Sitzen streicht.

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