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Gefahren: Mini Cooper SE – jetzt mit Sprit aus der Steckdose

Autor / Redakteur: sp-x / Andreas Wehner

Der Mini wird elektrisch, elektrisiert aber erst einmal nur den Fahrer. Passanten drehen sich nicht um. Warum auch? Optisch hat sich nicht viel geändert. Die Neuerungen stecken im Detail – und unter dem Blech.

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Den Mini Cooper gibt es jetzt auch als Elektroauto.
Den Mini Cooper gibt es jetzt auch als Elektroauto.
(Bild: Mini)

In Florida scheint die Sonne und das Thermometer schrammt auch im Januar die 30-Grad-Marke. Trockene Straßen statt überfrierendem Asphalt, blauer Himmel statt Hochnebel-Suppe, cool ist nur die Sonnenbrille und die Klimaanlage. Und das Auto natürlich. Der ur-englische Mini, längst mit deutscher BMW-Technik unterwegs, gilt vor allem in den trendigen US-Staaten wie Kalifornien und auch Florida als Kultmobil. Und jetzt darf er auch zwischen den Teslas rumstromern.

Ein rein elektrischer Mini und niemand dreht sich um. Erst, wenn er mit einer der schnell gefundenen Ladesäulen verkabelt ist, haben Passanten oder Vorbeifahrer einen Aha-Effekt. Denn das Elektrische am Mini ist gut im gewohnten Kleid versteckt. Um ihn zu kennzeichnen, haben die Designer in den Topf mit gelber Farbe gegriffen.

Mini Cooper SE: Dezente Elektrifizierung
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Kein Sorge, Verwechslungsgefahr mit Postautos besteht nicht. Das warme Gelb ziert nur die Gehäuse der Außenspiegel, einen Mittelsteg auf der Abdeckung des einstigen Kühlergrills und die Oberfläche eines speziellen Logos am Heck. Wer ganz genau hinschaut, entdeckt die Farbigkeit auch noch als dünne Umrandung der 16-Zoll-Alu-Räder. Wer das alles nicht will, braucht den Schmuck bei der Bestellung nicht ankreuzen und fährt dann optisch einen Mini wie jeden anderen.

Ein weiterer Unterschied beim neuen Cooper SE ist ebenfalls dezent. Um die 32,6 kWh-Batterien so unterzubringen, dass kein Kofferraumvolumen verloren geht, ist der Mini um 1,8 Zentimeter höher gelegt. Damit das vertraute Bild dennoch nicht angekratzt wird, trägt er leicht veränderte Karosserieteile an Bug und Heck und rund um die Radkästen. Die sympathische Mogelei der Designer fällt wirklich nicht weiter auf. Britisches Understatement statt Elektrostolz: So sind sie nun mal, unsere bald ehemaligen europäischen Mitbürger.

Digitale Anzeigen

Das Exzentrische lauert wie gewohnt im Innenleben. Das Design des kreisrunden 8.8-Zoll-Zentralmonitors der Mitte gleicht dem aller Minis. Das 5,5-Zoll-Gehäuse der Anzeigen im direkten Blickfeld wurde verändert und beherbergt jetzt Infos, die für E-Autos wichtiger sind als die Drehzahl. Wie viel der verfügbaren Kraft des 135 kW/184 PS starken E-Motors wird gerade genutzt und wie viel Prozent der Reichweite bleibt noch übrig. Da muss die Tempoanzeige auf digitale Zahlen ausweichen. Bekannt auch das Quintett an Kipp-Schaltern unterhalb des Monitors. Sie beweisen spätestens nach dem Losfahren ihre besondere Bedeutung. Vor allem der zweite von links.

Das Erlebnis des lautlosen Starts bieten alle E-Autos. Nur bei geöffnetem Fenster ist das künstliche Motorschnarren zu hören, dass Passanten vor der stillen Gefahr warnen soll. Sofort ist die Power erlebbar, ein kräftiger Tritt bringt den Mini ohne Schaltrucke ins Galoppieren. Nur sanfte Behutsamkeit des rechten Fußes bewahrt im Stadtverkehr vor Aufmerksamkeit uniformierter Tempowächter. Neulinge haben die Zurückhaltung schnell gelernt, das Mitschwimmen im dicken Miami-Verkehr zwischen den dicken SUVs und den Monster-Pick-ups bringt bereits den Fahrspaß des Elektro-Zeitalters.

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