Gesamtverband Autoteile-Handel GVA verstärkt Lobbyarbeit mit Mitja Bartsch

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

Der GVA hat einen neuen Leiter seiner Abteilung Werkstätten und Technik in Berlin bestellt. Mitja Bartsch soll sich vor allem um technische Fragestellungen kümmern.

Begrüßung im GVA-Hauptstadtbüro: Mitja Bartsch (l.) und Tobias Kothy.(Bild:  GVA)
Begrüßung im GVA-Hauptstadtbüro: Mitja Bartsch (l.) und Tobias Kothy.
(Bild: GVA)

Der Gesamtverband Autoteile-Handel (GVA) holt Mitja Bartsch zum September als Leiter Werkstätten und Technik in sein Berliner Hauptstadtbüro. Wie der Verband mitteilt, soll die Personalie dazu beitragen, die Rechte des unabhängigen Ersatzteilmarkts (Independent Aftermarket) zu stärken und diese bei Bedarf auch rechtlich durchzusetzen.

Bartsch verfügt über eine breite Erfahrung im freien Kfz-Teile- und Servicemarkt. Vor seinem Wechsel zum GVA war er laut den Angaben auf der Business-Plattform Linkedin zuletzt gut sechs Jahre in leitender Funktion im Business Development bei der FSP Unternehmensgruppe (Partner des TÜV Rheinland) tätig. Parallel engagierte er sich als Aufsichtsrat bei der Werkstattkooperation Motoo eG, zuletzt als Aufsichtsratsvorsitzender. Zuvor war Bartsch fast ein Jahrzehnt beim Teilegroßhändler Hess Autoteile beschäftigt, unter anderem als „Director Carparts“ und Leiter für Werkstattkonzepte und Kundenschulungen. Weitere berufliche Stationen im Bereich Werkstattkonzepte absolvierte er bei Point S und Schaeffler.

Stärkere Verzahnung zwischen den Verbänden

Mit seinem Einstieg soll die Verzahnung zwischen Werkstätten, Verbänden und der politischen Ebene in Berlin vertieft werden, so der GVA. Ziel sei es, die Verbandsarbeit gegenüber nationalen und europäischen Gremien zu stärken. In seiner neuen Funktion wird Bartsch unter anderem Kontakte zu Referaten und Staatssekretären der Bundesministerien für Verkehr, Umwelt und Wirtschaft aufbauen und intensivieren.

Tobias Kothy, Leiter des GVA-Hauptstadtbüros, begrüßte den Neuzugang. Der Verband begründet die personelle Verstärkung auch mit der wachsenden Bedeutung technischer Fragestellungen des Kfz-Reparatur- und Servicealltags für politische Weichenstellungen in Berlin und Brüssel – etwa im Zusammenhang mit dem Data Act, der Kfz-Gruppenfreistellungsverordnung oder der Typgenehmigungsverordnung. Genaue Kenntnisse über die tatsächlichen Wettbewerbsbedingungen in unabhängigen Reparaturbetrieben seien Voraussetzung, um sich hier wirksam einzubringen.

Der GVA fungiert als Branchenverband und politische Interessenvertretung des freien Kfz-Teile-Großhandels und vertritt zudem die Einzelhändler von Ersatzteilen in Deutschland. Nach eigenen Angaben sind im Verband Handelsunternehmen mit über 1.000 Betriebsstellen sowie Kfz-Teilehersteller und Anbieter technischer Informationen organisiert.

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