Ausbildungsstart 2026/2027 Neue Fachkräfte für die Kfz-Betriebe

Von Doris S. Pfaff 2 min Lesedauer

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Freude über die neuen Kollegen: Das neue Ausbildungsjahr ist gestartet und mit ihm Tausende neue junge Menschen, die einen Autoberuf lernen wollen.

Die Kfz-Innung Region Stuttgart hieß die neue Auszubildenden und Berufsfachschüler auf ihrem Weg ins Kfz-Handwerk an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen willkommen. Gemeinsam mit der Berufsschule gab es schon auf der Veranstaltung vor dem eigentlichen Start eine kleine Begrüßungsfeier, vor allem aber Infos, was die jungen Leute im neuen Lebensabschnitt erwartet.(Bild:  Kfz-Innung Region Stuttgart)
Die Kfz-Innung Region Stuttgart hieß die neue Auszubildenden und Berufsfachschüler auf ihrem Weg ins Kfz-Handwerk an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule in Nürtingen willkommen. Gemeinsam mit der Berufsschule gab es schon auf der Veranstaltung vor dem eigentlichen Start eine kleine Begrüßungsfeier, vor allem aber Infos, was die jungen Leute im neuen Lebensabschnitt erwartet.
(Bild: Kfz-Innung Region Stuttgart)

Junge Fachkräfte für das Kfz-Gewerbe in Sicht: Mit dem neuen Ausbildungsjahr 2026/2027 beginnen zum 1. August und zum 1. Oktober wieder Tausende junge Menschen ihre Berufsausbildung in Kfz-Werkstätten und Autohäusern. Die Betriebe begrüßen den Nachwuchs vielerorts mit eigenen Willkommensveranstaltungen und freuen sich über neue Talente für die Branche.

Belastbare Zahlen zu den neuen Ausbildungsverhältnissen des laufenden Jahrgangs liegen noch nicht vor. Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) veröffentlicht seine Statistik zu den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen traditionell erst gegen Jahresende. Bis dahin lässt sich nur auf Erfahrungswerte aus den vergangenen Jahren zurückgreifen – der Bundesinnungsverband des Kfz-Handwerks (BIV-Kfz) ist dennoch zuversichtlich.

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Der Kfz-Mechatroniker gehört seit mehr als 25 Jahren zu den beliebtesten Ausbildungsberufen junger Männer und steht an der Spitze der handwerklichen Ausbildungsberufe. In den beiden jüngsten BIBB-Erhebungen (2024 und 2025) belegte er berufsübergreifend jeweils Platz 1 der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge – 2024 mit 25.221, 2025 mit 24.531 Verträgen.

Vor diesem Hintergrund rechnet der BIV-Kfz für 2026 mit stabilen, möglicherweise leicht steigenden Ausbildungszahlen. Unterstützt wird diese Einschätzung durch die Entwicklung im Handwerk insgesamt: Nach Angaben des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) wurden zwischen Januar und Juni 2026 bereits rund 67.800 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen – ein Plus von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. ZDH-Präsident Jörg Dittrich sprach von einem „Lichtblick in einer insgesamt schwierigen Lage“ und betonte, das Handwerk steuere damit auf das vierte Jahr in Folge mit steigenden Neuvertragszahlen zu; einen so hohen Wert zur Jahresmitte habe es zuletzt 2018 gegeben.

Kfz-Handwerk behauptet sich im Wettbewerb um Nachwuchs

Der Wettbewerb um geeignete Auszubildende ist in den vergangenen Jahren dennoch spürbar härter geworden. Vor allem kleinere Betriebe müssen inzwischen deutlich mehr Aufwand betreiben, um ihre Ausbildungsplätze passend zu besetzen – sei es durch frühzeitige Ansprache an Schulen, Praktikumsangebote oder eine aktivere Präsenz in sozialen Medien.

Unterstützung bietet hier die Abteilung Berufsbildung des BIV-Kfz: Mit dem Autoberufe-Werkzeugkasten auf autoberufe.de erhalten Betriebe praktische Hilfestellungen für die Nachwuchsgewinnung, während das Portal #wasmitautos.de junge Menschen bei der Berufsfindung unterstützt. Nachwuchsgewinnung beginnt heute eben lange vor dem eigentlichen Bewerbungsgespräch. Betriebe, die noch offene Stellen haben, können sich zudem über die Lehrstellenbörsen der Handwerkskammern melden – dort sind derzeit noch über 20.000 Ausbildungsstellen im Handwerk ausgeschrieben.

Je nach Bundesland und Betrieb starten die neuen Auszubildenden zum 1. August oder zum 1. Oktober in ihre Lehre. Damit bleibt auch für Nachrücker, die noch keinen Ausbildungsplatz gefunden hatten, oder für Betriebe, die ihre Stellen noch nicht vollständig besetzen konnten, ein zeitliches Fenster offen.

2025/2026 erstmals leichten Rückgang der Zahlen

Ob sich der positive Trend im Ausbildungsjahr 2026/27 fortsetzt, wird sich erst mit den offiziellen BIBB-Zahlen zum Jahresende zeigen. Ein Blick auf die zuletzt veröffentlichte Statistik zeigt: Im Ausbildungsjahr 2025 wurden im Kfz-Gewerbe laut BIBB insgesamt 24.531 neue Ausbildungsverträge im Beruf Kraftfahrzeugmechatroniker/in abgeschlossen – nach fünf Jahren mit steigenden Zahlen erstmals wieder ein leichter Rückgang von 2,8 Prozent gegenüber 2024 (25.221 Verträge). Gemessen an den kräftigen Zuwächsen der Vorjahre fiel dieser Dämpfer moderat aus; die Branche bildete damit weiterhin mehr Nachwuchskräfte aus als in jedem der Jahre zwischen 2020 und 2023. Der Kfz-Mechatroniker bleibt zudem unangefochten der größte Ausbildungsberuf in Deutschland.

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