Harry Brambach bleibt Präsident im „Ländle“

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Die Delegierten des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg haben bei ihrer Versammlung nicht nur die Spitze neu gewählt, sondern dem Verband zugleich eine neue Struktur gegeben.

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Alter und neuer Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg: Harry Brambach.
Alter und neuer Präsident des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg: Harry Brambach.
(Foto: Archiv)

Die Mitglieder des Kfz-Gewerbes Baden-Württemberg haben ihren Präsidenten Harry Brambach für eine weitere Periode im Amt bestätigt. Auf der Delegiertenversammlung votierten sie nahezu einstimmig für Brambach, der seit 2008 an der Spitze des Verbands steht und rund 4.350 Mitgliedsbetriebe mit circa 54.500 Beschäftigten und 9.100 Auszubildenden vertritt.

Diese Zahl der Ausbildenden zu halten, sieht Brambach als eine der wesentlichen Aufgaben der kommenden Jahre an. Eine entscheidende Weiche dafür stellte die Versammlung mit dem Beschluss, rund 1,7 Millionen Euro, die bisher die Streikkasse füllten, für Maßnahmen rund um Ausbildungswerbung und -förderung zu verwenden. Das Geld wird über die 26 Innungen in entsprechende Aktionen fließen.

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In einem zweiten Schritt löste sich die Delegiertenversammlung einstimmig selbst auf und machte damit den Weg für eine neue Struktur frei, die laut Hauptgeschäftsführer Carsten Beuß eine „effektivere Arbeit ermöglicht“. Die Bedeutung der Innungen leidet nicht unter der Reform, denn die Delegiertenversammlung wird durch ein Gremium abgelöst, das aus den Obermeistern gebildet wird. Deren Stimmgewicht richtet sich dabei nach der Zahl der Innungsmitglieder. Dazu wird die Feinarbeit in neuen Ausschüssen geleistet. Die Versammlung stimmte der Reform einstimmig zu.

Aktuell ist die Lage des Kraftfahrzeuggewerbes nicht schlecht, lautete Brambachs Bilanz seiner zweiten Amtszeit seit 2011, vor allem aber des Jahres 2013 und des Jahresanfangs 2014: „Die wirtschaftlichen Bedingungen sind nicht schlecht, das Werkstattgeschäft zieht an.“ Beim Blick auf die Entwicklung der Neuzulassungen war er dann schon wieder bei den Zukunftsthemen der nächsten Jahre angekommen: Der Markt sei stabil bei drei Millionen Neuzulassungen jährlich – aber die Zahl der Wettbewerber wachse. Und die Konkurrenz im Servicebereich ebenfalls.

„Die Bedeutung des Verbands wächst damit“, sagte Brambach: „Wir wollen unsere Lobbyarbeit und unsere politische Vertretung für unser Gewerbe stärken.“ Darunter rechnet er nicht nur den Kontakt mit den Ministerien, sondern auch die Auseinandersetzung beispielsweise mit dem ADAC: „Dass der eine eigene Werkstattkette machen will, ist ein Unding.“

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