Hochvolttechnik: Die Spannung im Griff

Wenn Werkstattmitarbeiter an Hochvoltfahrzeugen arbeiten wollen, müssen sie entsprechend geschult sein. Das gilt insbesondere für Nutzfahrzeuge, weil die Mitarbeiter hier bei vielen Arbeiten mit dem HV-System in Kontakt kommen.

| Autor: Edgar Schmidt

Bei der Arbeit an Hochvoltbatterien ist besondere Vorsicht geboten.
Bei der Arbeit an Hochvoltbatterien ist besondere Vorsicht geboten. (Foto: Schmidt)

Die Hochvolttechnik für Elektro- und Hybridfahrzeuge hält nicht nur in den Pkw Einzug. Auch Nutzfahrzeuge – insbesondere Stadtbusse – sind immer öfter mit dieser Technik ausgestattet. So prognostiziert beispielsweise Daimler Busses, dass in etwa 15 Jahren 70 Prozent aller neu zugelassenen Mercedes-Citaro-Stadtbusse emissionsfrei mit Elektroantrieb fahren werden.

Damit Werkstattmitarbeiter sicher an der Hochvolttechnik arbeiten können, müssen sie speziell geschult sein. Das gilt ganz besonders für die Nutzfahrzeuge. Denn im Gegensatz zu Pkw, die grundsätzlich als HV-eigensicher gelten, wenn sie eine EG-Typgenehmigung haben, werden Nfz erst einmal als nicht HV-eigensicher eingestuft. Bei Nutzfahrzeugen muss der Hersteller explizit bestätigen, dass ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug eigensicher ist. Außerdem ist in der schweren Klasse die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mitarbeiter an Hochvoltkomponenten oder sogar an unter Spannung stehenden Bauteilen arbeiten muss, wesentlich höher als bei Pkw.

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