Honda E Advance: Futurismus mit dem Charme der Siebziger

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Laden per Wallbox in vier Stunden

Der Akku speichert laut Honda 35,5 kWh. Diese lassen sich nicht nur flott leer fahren, sondern auch flott nachladen – sofern ein Schnelllader mit CCS-Stecker zur Verfügung steht. Dieser schraubte den Akkufüllstand in 40 Minuten von 45 auf 98 Prozent. Per Wallbox in heimischer Garage soll der Ladevorgang rund 4, an der Haushaltssteckdose rund 19 Stunden dauern.

Wird der Honda nur in der Stadt und vorwiegend sinnig und mit maximaler Rekuperation bewegt – hier bietet der E viele Stufen bis hin zum Einpedalmodus - sollten die von Honda versprochenen über 200 Kilometer mit einer Ladung drin sein. Unter anderem wegen der überschaubaren Reichweite preist Honda den E als ideales Stadtauto, was ein kleiner Wendekreis (8,6 Meter) und clevere Einparkhilfen unterstreichen.

Honda E: Kompakter Kleinwagen mit Kulleraugen
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Trotz Kleinwagenformat ist seine Straßenlage satt, präzise, erwachsen. Laut Honda soll der Fahrzeugschwerpunkt dank im Unterboden eingelassener Batterie dem des Sportwagen NSX ähneln. Zudem gibt es ein aufwendig gestricktes Fahrwerk mit MacPherson-Einzelradaufhängung rundherum, 50:50-Achslastverteilung, Heckantrieb und die von Antriebseinflüssen freie Lenkung.

Leicht beengt auf der Rückbank

Etwas störend kann das Gewicht von über 1,5 Tonnen werden. In engen Kurven schiebt der E schon früh aber gutmütig über die Vorderräder. Zwei- bis dreihundert Kilo weniger, und der E wäre außerdem ein formidabler Kurvenfeger.

Ähnlich einem Sportwagen ist auch das Platzangebot innen. Der Kofferraum ist 171 Liter groß und auf 571 Liter erweiterbar. Im Fond des E kann man auch als Erwachsener sitzen, allerdings leicht beengt und mit stark angewinkelten Beinen. Die vorderen Gäste genießen dafür gute Platzverhältnisse und vor allem ein einzigartiges Display-Kino.

Das Display hinterm Lenkrad zeigt vornehmlich fahrrelevante Informationen, während die beiden rechten 12,3-Zoll-Touchscreens Navikarte, per Android Auto oder Apple Carplay eingespielte Smartphone-Inhalte und viele andere Medien zeigen. Aquarium-App, Musik-Bibliothek, Smart-TV-Inhalte per Chromecaster oder der Anschluss einer Spielkonsole machen aus dem Auto eine Fernseh- und Zockerhöhle.

Retrokonsole inklusive

Man kann zum Beispiel dank angeschlossener Super-Nintendo-Retrokonsole Computerspiele aus längst vergangener Zeit statt am Röhren-TV im klanggewaltigen Entertainment-Mini-Wohnzimmer des E spielen.

Ganz ohne Retro-Chichi arbeitet der KI-gestützte Sprachassistent, der in Alltagssprache formulierte Anfragen versteht und, falls gewünscht, etwa den nächstgelegenen Italiener empfehlen oder das Wetter vorhersagen kann. Auch einen Fernzugriff mit Smartphone-App erlaubt der E, was wiederum Standortüberwachung, Innenraumvorklimatisierung oder das Teilen eines digitalen Fahrzeugschlüssels mit anderen erlaubt.

Fast 37.000 Euro für die Topversion

Gerade die digitalen Welten des Honda E sind es, welche Begehrlichkeiten bei einigen Kunden wecken dürften, die dann über den stolzen Preis von fast 37.000 Euro für die Topversion hinwegsehen könnten. Für einen Kleinwagen, auch einen elektrischen, ist das alles andere als günstig.

Etwas günstiger geht es indes, wenn man den vermutlich bald steigenden Umweltbonus abruft und/oder die später verfügbare Basisversion des E für rund 34.000 Euro bestellt. Zunächst startet das erste BEV-Modell von Honda im Frühjahr in der Topversion Advance, die auch Annehmlichkeiten wie Klimaautomatik, Kollisionsverhinderer, Abstandstempomat, Panoramaglasdach oder Lenkrad- und Windschutzscheibenheizung bietet.

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