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Honda E Advance: Futurismus mit dem Charme der Siebziger

Autor / Redakteur: sp-x / Viktoria Hahn

Laut Honda ist der neue Elektro-Kleinwagen E ein Auto für das Jahr 2030. Das mag vielleicht etwas hoch gegriffen sein, doch man kann mit dem Stromer durchaus eindrucksvoll gleich mehrere Zukunftsthemen des Autobaus erfahren.

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Der Honda E Topversion kostet fast 37.000 Euro.
Der Honda E Topversion kostet fast 37.000 Euro.
(Bild: Honda)

Schlicht E heißt das erste batterieelektrische Auto von Honda, welches nicht sonderlich weit, dafür aber spaßbetont in die Herzen automobiler Klimaschoner stromern soll. Doch der emissionsfreie Antrieb verkommt zur Nebensache, steigt man ein.

Der ungewöhnlich gestylte Kleinwagen verzaubert mit einem verblüffend schicken Armaturenbrett, das mit gleich fünf Displays zugepflastert wurde. Dieser Anblick wie auch die Funktionsvielfalt wird nicht nur Netz- und Smartphone-affine Menschen verzücken. Zumal Honda mit dem E ein in vielen anderen Aspekten beeindruckendes Wow-Paket geschnürt hat.

Honda E: Kompakter Kleinwagen mit Kulleraugen
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Da wäre das Design, welches den Look kompakter Autos der 1970er Jahre mit stylischen Futurismus-Feinheiten kombiniert. Zudem wurde die Außenhaut mit progressiven Details garniert. Dazu gehören mit der Blechhaut bündige Türgriffe, runde LED-Kulleraugen vorne sowie gleichformatige Rückleuchten hinten oder schwarze Inlays, welche dem E einen einzigartigen Charakter verleihen.

Wie man es eigentlich nur von Concept Cars kennt, verzichtet das Auto darüber hinaus auf Außenspiegel. Auf den Türschultern finden sich stattdessen kleine, mit Kameras bestückte Finnen. „Virtueller Außenspiegel“ heißt diese erstmals im Pkw als Serienausstattung verwendete Technik, die mit Displays an den äußeren Enden des Armaturenbretts das rückwärtige Verkehrsgeschehen zeigt.

Wohnliches Ambiente der Zukunft

Am Steuer des E macht diese Technik natürlich Eindruck, zumal der digitale Rückblick auch zugleich Ausblick in die Zukunft des Autobaus ist. Grundsätzlich funktioniert diese Lösung, wirkte allerdings gewöhnungsbedürftig, denn nicht selten wandert der Blick des Fahrers dorthin, wo sonst Außenspiegel thronen. Ebenfalls gewöhnungsbedürftig ist der Innenspiegel, der in gleicher Weise ein Kamerabild zeigen kann, aber nicht muss. Eine Handbewegung wandelt ihn zum echten Glasspiegel.

Neben technischer Avantgarde bietet der Honda E innen ein sehr wohnliches Ambiente. Warme Kunststoffoberflächen, Textilen mit Wohnzimmer-Charme und Applikationen mit offenporigem, dunklem Echtholz sorgen für Behaglichkeit auf gehobenem Niveau. Angenehm ist der Aufenthalt im E auch dank der Abwesenheit eines bei Verbrennern meist üblichen Mitteltunnels, der Fahrer und Beifahrer trennt.

Stattdessen freuen sich die Knie der vorderen Insassen über viel seitlichen Freiraum, der zudem Platz für Getränke, Kleinkram und Smartphones lässt. Einen Brems- und Gangwahlhebel gibt es nicht, dafür aber Knöpfe: fürs Parken ein P, fürs Rückwärtsrangieren ein R oder fürs Fahren das D.

210 Kilometer Reichweite

Ist Letzteres gedrückt, fährt sich der E wie ein normales Automatikauto, allerdings leiser und spritziger als man es von einem Kleinwagen erwarten würde. Das trifft zumindest auf die stärkere Variante mit 113 kW/154 PS und 315 Newtonmeter Drehmoment zu, die uns zur Testfahrt zur Verfügung stand.

Wird per Schaltwippe der Sportmodus aktiviert, setzen Vollgasmanöver die angetriebenen Hinterreifen mächtig unter Druck. Die 100 Kilometer pro Stunde erreicht man nach bereits 8,3 Sekunden, auch darüber wird kraftvoll beschleunigt, bis die digitale Geschwindigkeitsanzeige bei 150 km/h verharrt. Mehr geht nicht.

In numerisch ähnlichen Regionen bewegt sich die praktische Reichweite, wenn der Antrieb zumindest gelegentlich gefordert wird. 210 Kilometer sollen laut WLTP-Messung möglich sein. Bei zwischenzeitlich auch spaßbetonteren Überlandfahrten in und um das 14 Grad warme Valencia, deaktivierter Klimaanlage und zwei Insassen waren 160 bis 170 Kilometer drin. Bei unseren Testfahrten wies der Bordcomputer 18,5 kWh Verbrauch aus.

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