„Hyperloop“: Ab durch die Röhre

Autor / Redakteur: sp-x / Gerd Steiler

In einer Highspeed-Röhre sollen Passagiere künftig von San Francisco nach Los Angeles fahren. Was klingt wie aus einem Science-Fiction-Film ist die Idee eines Automobil-Unternehmers.

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Abgefahrene Idee: In einer aufgeständerten Highspeed-Röhre sollen Passagiere von San Francisco nach Los Angeles mit 1.200 km/h (!) rasen.
Abgefahrene Idee: In einer aufgeständerten Highspeed-Röhre sollen Passagiere von San Francisco nach Los Angeles mit 1.200 km/h (!) rasen.
(Foto: Tesla Motors)

Die Idee klingt abgefahren: Zukünftig sollen wir uns in einer Kapsel fortbewegen, die auf Luftkissen mit 1.200 km/h durch eine Röhre fährt. Kaum jemand würde dieser Idee wohl Beachtung schenken, wäre nicht ihr Erfinder ein Mann, der sich schon mit anderen vermeintlich verrückten Einfällen durchgesetzt hat: Elon Musk, Elektroauto-Pionier und privater Raumfahrt-Finanzier, hat den „Hyperloop“ vor einem Jahr zum ersten Mal erwähnt und jetzt mehr oder weniger konkrete Pläne vorgestellt.

Er nennt es die „fünfte Form“ des Transports – nach Autos, Booten, Flugzeugen und Zügen. Und mit Transport kennt sich der Unternehmer aus: Er gründete die private Raumfahrtfirma SpaceX und investierte früh in Tesla Motors, die er als Chef zum Erfolg mit Elektroautos führte.

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Dienen soll ein Hyperloop zur Verbindung von zwei Städten, in seinem Vorschlag sind es San Francisco und Los Angeles an der amerikanischen Westküste. Zwischen den Metropolen werden zwei nebeneinander verlaufende Stahl-Röhren auf Stelzen gebaut, darauf sorgen Solar-Module für die nötige Energie. Beschleunigt werden die quasi auf einem Luftkissen schwebenden Kapseln laut Musks Entwurf mittels einer Art Magnetsystem entlang der Strecke. Die Kosten für die Technik sollen zwischen sechs und 7,5 Milliarden Dollar liegen.

30 Minuten würde man so nach seinen Berechnungen für die gut 600 Kilometer lange Strecke zwischen San Francisco und Los Angeles brauchen. Pro Kapsel wäre Platz für 28 Personen, nur 20 Dollar könnte der Transport kosten. Im Zwei-Minuten-Takt, später alle 30 Sekunden, sollten die Kapseln nach den Vorstellungen des Unternehmers fahren.

Auf 57 Seiten haben Musk und seine Ingenieure den Entwurf als „Alpha“-Version vorgestellt. Der Tesla-Gründer selbst will das neue Verkehrsmittel allerdings nicht entwickeln, sondern mit seinen jetzt veröffentlichten Ideen nur einen Denkanstoß geben. Musk sagt, es handele sich um eine „Open-Source-Skizze“, die andere weiterentwickeln können. Er selbst habe keine Pläne, den Entwurf zu vollenden, sondern müsse sich auf seine Projekte Tesla und SpaceX fokussiert bleiben.

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