»kfz-betrieb« Auto-Check: Mazda CX-5 Im Zwiespalt

Von Dipl.-Ing. (FH) Jan Rosenow 2 min Lesedauer

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Der neue CX-5 bietet mehr Platz als sein Vorgänger und das modernere Infotainment. Doch es gibt auch Verluste zu beklagen – etwa die starken und sparsamen Diesel und das praktische Bedienkonzept.

Der neue CX-5 ähnelt seinem von 2017 bis 2024 gebauten Vorgänger doch sehr. So ist er auf den ersten Blick als Mazda zu erkennen.(Bild:  Rosenow – VCG)
Der neue CX-5 ähnelt seinem von 2017 bis 2024 gebauten Vorgänger doch sehr. So ist er auf den ersten Blick als Mazda zu erkennen.
(Bild: Rosenow – VCG)

Mazda gehört zu den wenigen Marken, die heute noch für ihr gelungenes Design gelobt werden. Klugerweise hat das Unternehmen beim Modellwechsel des CX-5 dessen fließenden und elegante Linien weitgehend beibehalten und nur das Format ein wenig vergrößert. Sowohl die Länge als auch der Radstand sind jeweils um 115 Millimeter gewachsen.

Damit fällt besonders das Platzangebot im Fond deutlich größer aus als bisher. Reisen mit vier erwachsenen Redakteuren – wie etwa beim Besuch auf der Automechanika im September – sind mit diesem Auto kein Problem.

Hohe Nutzlast – aber schwacher Motor

Vor allem, weil der Mazda anders als viele moderne (Elektro-)Autos auch richtig viel schleppen kann. Rund 650 Kilo dürfen eingeladen werden – hinzu kommen noch glatte zwei Tonnen Anhängelast. Wer viel zu transportieren hat, der kommt in dieser Preisklasse am Mazda CX-5 kaum vorbei.

Fraglich ist nach unseren Erfahrungen nur, ob der Motor diesen Belastungen auch gewachsen ist. Denn statt der früher üblichen Antriebsvielvalt aus mehreren Otto- und Dieselvarianten gibt es beim neuen Mazda CX-5 nur noch eine einzige Motorisierung: einen frei saugenden 2,5-Liter-Vierzylindermotor mit 104 kW/141 PS und 238 Newtonmetern Drehmoment.

Das klingt nicht nur nach Basismotorisierung, das fühlt sich auch so an. Bei Beschleunigungsvorgängen oder an Autobahnsteigungen quält sich der Motor spür- und hörbar. Der Verbrauch steigt sehr schnell auf zweistellige Werte, und die Reichweite sinkt auf die eines (guten) Elektroautos. Bei ruhiger Fahrweise sind zwar auch unter sieben Liter möglich – wirklich zeitgemäß ist das aber nicht.

Zeitgemäß erscheint hingegen der Wechsel auf ein touchscreenbasiertes Bedienkonzept, den Mazda nun, später als die meisten anderen Autohersteller, vollzogen hat. Doch damit gehen die üblichen Einschränkungen in Sachen Ablenkung und Bedienkomplexität einher – auch wenn das bisherige Konzept mit dem kleinen Bildschirm und Dreh-Drück-Steller altmodisch wirkte, hatte es doch seine Vorteile.

Im Fahrverhalten und in der Detailqualität merkt man, dass Mazda trotz seiner hohen Designqualität, der wunderschönen Lackierung und der edlen Innenraumgestaltung doch nicht so nahe an den Premiummarken dran ist, wie es die Japaner (womöglich) gern hätten. Der Wagen wankt auf schlechteren Straßen und bei höherem Tempo spürbar. Und die Anfassqualität ist nicht überall gleich gut.

Was uns sonst noch bei den Testfahrten aufgefallen ist, lesen sie in der Bildergalerie:

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Gemessen am Grundpreis von 35.990 Euro ist der neue Mazda CX-5 mit seinem enormen Platzangebot und der guten Ausstattung aber ein sehr gutes Angebot. Der Testwagen in der edlen Homura-Variante, mit Allradantrieb und Glasschiebedach kam auf 51.270 Euro. Nur beim Thema Antrieb muss sich Mazda etwas einfallen lassen. Wie man hört, soll der CX-5 künftig auch mit einem Vollhybrid lieferbar sein – ein Schritt in die richtige Richtung – oder man steigt direkt um auf den vollelektrischen CX-6e.

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