Innung Mittelrhein zeichnet Siegfried Blüml aus
Als Siegfried Blüml 1972 den Vorsitz des Gesellenprüfungsausschusses der Kfz-Innung Mittelrhein übernahm, gab es noch keinen VW Golf und keinen VW Passat. 45 Jahre setzte er sich für die Ausbildung ein. Für sein langes Engagement erhielt er nun zahlreiche Auszeichnungen.
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Nach 45 Jahren als Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses der Kfz-Innung Mittelrhein hat Siegfried Blüml die Aufgaben an seinen Nachfolger Jörg Kreuser weitergereicht. Für sein langjähriges Engagement erhielt Blüml nun diverse Auszeichnungen: Der ZDK verlieh ihm die Ehrennadel in Silber und die Kfz-Innung Mittelrhein ernannte ihn zum Ehrenmitglied. „Für einen ganz und gar außergewöhnlichen Einsatz sind diese Ehrungen mehr als verdient“, sagte Hans-Werner Norren, Obermeister der Kfz-Innung Mittelrhein.
Die Innung hat Blüml viel zu verdanken: Der Pädagoge aus Leidenschaft hat rund 5.000 junge Männer und Frauen zur Berufsqualifikation im Kfz-Gewerbe geführt. Er hat die Inhalte der Ausbildung maßgeblich mitgeprägt und das regionale Prüfungswesen völlig neu aufgestellt.

Dies ging unter dem Begriff „Koblenzer Modell“ in die Bildungsgeschichte des Kfz-Gewerbes ein. Der Clou: Blüml verlegte die Prüfungen ins echte Leben, in die Werkstätten. Anstatt die jungen Auszubildenden an veralteten Modellen schrauben zu lassen, legten sie die Prüfung an tatsächlichen Kundenfahrzeugen ab. Das ist aufwendiger, zahlt sich aber aus: 60 Prüfer an 15 Standorten sind es heute, die die Prüfungen abnehmen. Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Laut Kfz-Innung Mittelrhein liegt die bundesweite Durchfall-Quote bei 32 Prozent, in Koblenz seien es keine zehn Prozent.
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