Mercedes Instabile Teile: Je ein Rückruf für Vito und Sprinter

Autor / Redakteur: Niko Ganzer / Tanja Schmitt

Weil sich die Anhängekupplung oder die Dachreling von den Transportern lösen könnte, holt Daimler weltweit insgesamt knapp 5.000 Fahrzeuge in die Vertragsbetriebe.

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Beim Sprinter könnte sich die Anhängerkupplung lösen.
Beim Sprinter könnte sich die Anhängerkupplung lösen.
(Bild: Mercedes)

Der Transporterbereich von Daimler hat zwei neue Rückrufe gestartet. Der größere betrifft weltweit knapp 3.600 Mercedes Sprinter mit Anhängerkupplung, der kleinere 1.356 Exemplare des Vito und der V-Klasse mit Dachreling. Man habe festgestellt, dass sich bei bestimmten Sprinter-Fahrzeugen vom Typ offenes Baumuster über die Fahrzeuglebensdauer Risse im Verbindungsstück des Anhängebocks bilden könnten, begründete eine Sprecherin der Konzernsparte die erste Maßnahme.

Bei einem Versagen des Verbindungsstückes wäre im äußersten Fall ein Ablösen der Anhängerkupplung möglich. Aus diesem Grund ersetzen die Vertragsbetriebe den betroffenen Anhängebock durch eine verstärkte Variante, wofür etwa zwei Stunden eingeplant sind. Vorgesehen ist der Rückruf mit dem internen Code "VS3ANHAEBB (3191157)" bei der Baureihe 907 aus dem Produktionszeitraum von Dezember 2018 bis Februar 2021. Auf Deutschland entfallen 1.930 Einheiten.

Für 732 deutsche Halter der Baureihe 447 ist der zweite Rückruf relevant, der intern unter dem Kürzel "VS2DACHTRA" firmiert. Er wird nötig, weil sich die mittlere Stütze an der Dachreling lösen könnte. In einem solchen Fall wäre eine sichere Befestigung einer Dachlast nicht mehr dauerhaft gewährleistet, so die Sprecherin. Für die Prüfung und einen möglichen Austausch der Dachreling bei den zwischen September und November des vergangenen Jahres produzierten Fahrzeugen ist maximal eine Stunde angesetzt.

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Freier Journalist