Internet Sales Award 2010: Überzeugende Bewegtbilder

Redakteur: Julia Mauritz

Das Bielefelder Autohaus Lenz lässt seit kurzem professionelle Web-Kurzfilme produzieren, in denen es sein Angebot präsentiert.

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In Bielefeld ist die Zentrale des Mehrmarkenautohauses.
In Bielefeld ist die Zentrale des Mehrmarkenautohauses.
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wenn ich nicht im Internet bin, gibt es mich nicht“: Davon ist Frank Lenz überzeugt. Händlerkollegen, die ihr Geld ausschließlich in Printanzeigen investieren und die sich mit einer standardisierten Homepage im „Look and Feel“ ihres Herstellers begnügen, versteht der Geschäftsführer des Mazda, Kia- und Mitsubishi-Autohauses nicht.

„Wir verkaufen doch alle die gleichen Produkte und müssen uns von unseren Wettbewerbern differenzieren“, so Lenz. Der Kardinalweg dahin sei ein professioneller, ansprechender und vor allem individueller Internetauftritt.

„Wir sind schon immer Vorreiter in Sachen Internet gewesen“, betont Frank Lenz, der das Web seit dem Jahr 2000 aktiv nutzt. Auch aktuell ist der Geschäftsführer seinen Händlerkollegen wieder einen Schritt voraus: Er hat einen eigenen Online-Fernsehkanal geschaffen: Unter www.lenz-tv.de finden die Besucher jede Menge witzige und zugleich informative Kurzfilme.

Die Kunden ziehen bewegte Bilder Texten vor

Einer beleuchtet die Vorteile einer Garantieverlängerung, ein anderer erklärt die Funktionsweise und die Vorteile der Lenz-Plus-Card, die für die Mehrmarkenautohausgruppe ein wichtiges Kundenbindungsinstrument ist. Originell ist auch, dass sich die Service- und Verkaufsmitarbeiter der vier Lenz-Standorte in Bielefeld, Gütersloh, Ahlen und Oelde-Stromberg in bewegten Bildern selbst vorstellen, beziehungsweise von ihren Kollegen charakterisiert werden.

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„Die Kunden wollen nicht viel lesen. Sie ziehen Fotos, Filme und ein paar prägnante Aussagen langen Texten vor“, erklärt Frank Lenz den Grund für seine Idee. Die Zahlen geben ihm recht: Von den 30.000 bis 40.000 Besuchern, die monatlich auf der Lenz-Homepage vorbeischauen, klicken beachtliche 80 Prozent auf die Kurzfilme, die allesamt nicht länger als zwei Minuten dauern. Produziert werden sie von einer ortsansässigen Filmfirma. Die Kosten liegen pro Film zwischen 1.000 und 3.000 Euro – Geld, das sich nach Ansicht von Frank Lenz schnell amortisiert.

Von den Produktionen macht der Geschäftsführer regen Gebrauch. Beispielsweise versendet er in seinen Newslettern, die er an rund 2.000 Kunden verschickt, Links zu den Kurzfilmen. Auch auf den wichtigsten Social-Media-Plattformen Youtube, Twitter und Facebook sind sie abrufbar. Zudem lässt Lenz die Filme in seinen Betrieben auf großen Flachbildschirmen laufen.

Mit Social-Media-Plattformen verlinkt

Seine Vision geht aber noch einen Schritt weiter: „Ich stelle mir vor, dass die Kunden am heimischen Computer sitzen und sich dort ein Video anschauen, in dem ihnen eine nette Dame die wichtigsten Funktionen ihres neuen Fahrzeugs erklärt“, erzählt Frank Lenz.

Das hätte zur Folge, so seine Wunschvorstellung, dass der Verkaufsberater bei der Fahrzeugübergabe wesentlich weniger Zeit bräuchte. Diese Zeit könnte er dann für seine eigentliche Aufgabe, das Verkaufen, nutzen.

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