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Karosserie: Neues Reparaturverfahren

| Autor: Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Ein neuartiges Verfahren für die Karosseriereparatur ist angeblich dem Heißlöten weit überlegen. Henkel wird es am 27. April auf den Würzburger Karosserietagen in der Praxis vorführen.

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Henkel stellt während der Würzburger Karosserietage sein Schwemmzinnersatzmaterial vor.
Henkel stellt während der Würzburger Karosserietage sein Schwemmzinnersatzmaterial vor.
(Henkel)

Unter dem Motto „Kaltmodellieren statt Heißlöten“ präsentiert Henkel auf den Würzburger Karosserietagen ein neuartiges Verfahren zur Reparatur von Karosserieschäden. Die Arbeit mit einem Zweikomponenten-Material soll einer Pressemitteilung zufolge dem Heißlöten mit Zinn weit überlegen sein.

Durch „Terokal 5010 TR“ lässt sich der Arbeits- und Zeitaufwand bei der Karosseriereparatur für Werkstätten angeblich reduzieren. Das ist nachvollziehbar, da im Vergleich zum Arbeiten mit Zinn keine hohen Temperaturen auftreten, und deshalb die Werkstatt empfindliche Fahrzeugteile vor der Reparatur nicht demontieren und danach wieder einbauen muss.

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Im Vergleich zu Zinn würde das Material mit seiner ausgezeichneten Verarbeitbarkeit und Modellierbarkeit auch an schlecht erreichbaren Stellen der Karosserie punkten, heißt es weiter. Das Produkt wird bei Raumtemperatur verarbeitet und anschließend mit einer Infrarotwärmequelle bei 60 bis 80 Grad Celsius ausgehärtet. Anders als beim Zinn, das bei sehr viel höheren Temperaturen aufgetragen wird, bleiben auch Lack und Rostschutz rund um die Reparaturstelle an der Karosserie intakt.

Das Material ist nach dem Anmischen noch etwa 80 Minuten verarbeitbar – genug Zeit, um eine schadhafte Stelle zu modellieren. Auch das Anmischen sei dank einer speziellen Mischdüse ausgesprochen einfach.

Praxistauglichkeit

Die Innovation von Henkel ist auf allen Metalloberflächen der Fahrzeugkarosserie einsetzbar. Im Allianz Zentrum für Technik hat das Produkt laut Henkel in langen Versuchsreihen seine Praxistauglichkeit bewiesen. Terokal 5010 TR eigne sich hervorragend zum anschließenden Hobeln und Schleifen. Es biete zudem einen guten Untergrund für das Spachteln und Lackieren der Reparaturstelle.

Die Teilnehmer der Würzburger Karosserietage am 26./27. April im Vogel Convention Center können sich von der Praxistauglichkeit des Produkts selbst ein Bild machen. Henkel wird in Live-Vorführungen zeigen, wie einfach die Arbeit mit Terokal ist. Zudem erwartet die Teilnehmer ein reichhaltiges Vortragsprogramm, das von einer großen Ausstellung rund um die Karosseriereparatur begleitet wird. Sichern auch Sie sich Ihren Teilnehmer-Platz unter www.wuerzburger-karosserietage.de. Hier finden Sie alle Informationen zur Veranstaltung inklusive des Werkstatt-Weinfestes und der Exkursion zu einem Spezialbetrieb in der Oldtimerrestaurierung .

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Über den Autor

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Dipl. Ing. (FH) Konrad Wenz

Redakteur, Redaktion »kfz-betrieb«