Karpinski gibt ersten Ausblick als ZDK-Präsident

Autor / Redakteur: Christoph Baeuchle / Christoph Baeuchle

Nach der einstimmigen Wahl zum neuen ZDK-Präsidenten hat Jürgen Karpinksi einen ersten Ausblick auf seine Ziele gegeben. Entscheidend ist die Einheit des Verbandes.

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Der neue ZDK-Präsident Jürgen Karpinski tritt für die Einheit des Kfz-Gewerbes im ZDK an.
Der neue ZDK-Präsident Jürgen Karpinski tritt für die Einheit des Kfz-Gewerbes im ZDK an.
(Foto. Zietz)

Der neu gewählte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski hat einen ersten Ausblick auf seine Pläne während der dreijährigen Amtszeit gegeben. Auf der Agenda stehen neben der Förderung von Nachwuchskräften und dem Thema Internetvertrieb auch Bürokratieabbau, „dreiste Strategien von großen Marktteilnehmern in Handel und Service“, die Sicherung mittelständischer Interessen bei europäischen Vorgaben sowie die Stärkung des Handels.

Entscheidend dabei ist die Einheit des Verbandes: „Ich trete dafür ein, dass wir unsere gemeinsamen Interessen von Handel und Handwerk besonders herausstellen, dass wir aber auch eine ausgeprägte Toleranz gegenüber abweichenden Positionen in Einzelfragen entwickeln.“

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Zudem erneuerte Karpinski die Kritik der Verbandsorganisation an den Mindestlohn-Plänen der Bundesregierung. „Durch die derzeit gewählte niedrige Altersgrenze von 18 Jahren für Mindestlohnempfänger könnten potenzielle Auszubildende auf die Idee kommen, nach dem Schulabschluss statt einer Ausbildung lieber gleich den Weg auf den Arbeitsmarkt zu suchen.“

Entsprechend forderte Karpinski, das Mindestalter um drei Jahre auf 21 anzuheben. Dadurch könnte aus Sicht des ZDK-Präsidenten neben einer Flucht auch die Demotivation der Ausbildungsbetriebe und schließlich eine nachhaltige Störung des Ausbildungssystems verhindert werden.

Obwohl das Kfz-Gewerbe mit der positiven Entwicklung der Automobilindustrie nicht mithalten konnte, sind die Betriebe „zurückhaltend optimistisch“ für den Start ins zweite Halbjahr. So gehen etwas mehr als drei Viertel der befragten Betriebe von einem befriedigenden beziehungsweise saisonüblichen Geschäftsverlauf aus. Entsprechend sank der Index-Wert zur erwarteten Geschäftslage für das dritte Quartal um 6,7 Punkte auf 108 gegenüber dem zweiten Quartal (114,7).

Nach einem ordentlichen ersten Halbjahr, in dem die Neuzulassungen voraussichtlich zwischen drei und vier Prozent über und der Gebrauchtwagenmarkt sowie Serviceaktivitäten nahezu auf Vorjahresniveau liegen, bekräftigte der ZDK seine Prognose. „Für das laufende Jahr 2014 rechnen wir mit insgesamt mehr als drei Millionen Neuzulassungen“, sagte Karpinski. „Das Gebrauchtwagengeschäft und der Servicebereich werden sich nach unserer Einschätzung auf dem Niveau von 2013 bewegen.“

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