»kfz-betrieb« Auto-Check: Range Rover Evoque

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Nach rund 1.700 Kilometern zeigte unser Bordcomputer einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 10,6 Litern Superbenzin auf 100 Kilometern an. Das sind drei Liter mehr als vom Hersteller angegeben. Jedoch war das Fahrzeug zum einen gut beladen, und zum anderen verlangte die Topografie Südtirols und der Dolomiten dem 200-PS-Benziner einiges ab.

Die Leistung reicht völlig aus, es braucht nicht mehr Pferdestärken. Der Wagen meistert jeden Pass und jede noch so enge Spitzkehre souverän. Motor, Neungangautomatik und Allradantrieb – der Antriebsstrang arbeitet erstklassig zusammen (siehe auch Bildergalerie). Das Fahrzeug liegt jederzeit gut auf der Straße, die Bremsen packen kräftig zu, und das Fahrwerk verrichtet einen tollen Job.

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Apropos Automatik: Der frühere runde und in der Mittelkonsole versenkbare Drehschalter wurde durch einen Joystick ersetzt. Aber nicht nur das fällt im Innenraum sofort auf. Auch ansonsten hat sich viel verändert. Dass es nicht immer zwingend Ledersitze sein müssen, beweist das sogenannte Eukalyptus-Gewebe aus Naturfasern. Dieses kombiniert der Hersteller mit einem Hightech-Stoff. Das Ganze sieht nicht nur sehr schick aus, es fühlt sich zudem ausgesprochen angenehm an. Ob Leder oder Hightech-Stoff ist am Ende immer auch eine Geschmacksfrage. Egal wie die Entscheidung ausfällt: Bequem sind die Sitze in jedem Fall. Die Fondpassagiere reisen im Vergleich zum Vorgängermodell komfortabler. Der 22 Millimeter längere Radstand kommt vollständig ihrer Beinfreiheit zugute. Ganz nebenbei ist das Kofferraumvolumen um 16 Liter auf 591 leicht angewachsen. Klappt man die im Verhältnis 40:20:40 geteilte Rückbank um, fasst das Heck des Evoque jetzt 1.383 Liter (siehe Bildergalerie). Für eine Urlaubsfahrt zu zweit ist dieses Volumen mehr als ausreichend.

Individualität hat ihren Preis

Fazit: Einsteigen und wohlfühlen – wie für den bisherigen gilt dieses Motto auch für den neuen Evoque. Die Reise über Fernpass und Brenner waren ebenso angenehm, wie die Fahrt zu den Drei Zinnen oder zum Pragser Wildsee. Das kompakte SUV hat nicht nur optisch an Größe gewonnen, es punktet auch technologisch an vielen Stellen. Das alles hat natürlich seinen Preis: von 38.100 bis 70.300 Euro wird man laut Preisliste los – je nach Antriebs- und Ausstattungsvariante. In allen Fällen gibt es viel Luft nach oben. Bekanntlich haben die Evoque-Kunden in Sachen Sonderausstattung in den vergangenen Jahren sehr gerne zugegriffen.

Ein Range Rover war eben noch nie ein Schnäppchen. Das gilt auch für den neuen Evoque. Bleibt zu hoffen, dass die Händler das Auto weitgehend preisstabil vermarkten und sich die gewährten Rabatte in Grenzen halten. Der neue Evoque ist es keinesfalls wert, verschleudert zu werden.

Technische Daten

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Über den Autor

 Wolfgang Michel

Wolfgang Michel

Chefredakteur »kfz-betrieb«