Kfz-Gewerbe Berlin-Brandenburg: Jubiläum am Lausitzring

Autor / Redakteur: Holger Zietz / Christoph Baeuchle

Der Branchentreff des Kfz-Gewerbes Berlin-Brandenburg ist ein Stelldichein von Größen aus Politik und Wirtschaft. Bereits zum zehnten Mal jährt sich die Veranstaltung in diesem Jahr.

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Gastgeber Hans-Peter Lange, Präsident Kfz-Gewerbe Berlin-Brandenburg, hat bereits zum zehnten Mal zum Branchentreff auf den Lausitzring geladen.
Gastgeber Hans-Peter Lange, Präsident Kfz-Gewerbe Berlin-Brandenburg, hat bereits zum zehnten Mal zum Branchentreff auf den Lausitzring geladen.
(Bild: Zietz/»kfz-betrieb«)

Den Branchentreff des Kfz-Gewerbes Berlin-Brandenburg kennen viele Persönlichkeiten: Während ihrer Amtszeit besuchte sowohl Ministerpräsident Matthias Platzeck als auch Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee die Veranstaltung am Lausitzring. In diesem Jahr fand der Branchentreff bereits zum zehnten Mal statt.

„Der Kontakt zur Politik ist seit Beginn ein wichtiger Bestandteil“, betonte Gastgeber Hans-Peter Lange, Präsident des Kfz-Gewerbes Berlin Brandenburg. Von Anfang an war auch die Dekra als Partner der Veranstaltung dabei. „Die Zusammenarbeit hat sich in den vergangenen Jahren zur Win-win-Situation entwickelt!“, ist Lange überzeugt. Gerade in einem schwierigen Umfeld sei es wichtig, dass die Kfz-Branche zusammenarbeite.

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Daran haben auch die neuen Besitzverhältnisse am Lausitzring nichts geändert. Mitte des Jahres hat die Dekra den Ring übernommen. Die Prüfgesellschaft will ihn zu einem Testzentrum für automatisiertes Fahren umbauen. In einem ersten Schritt sollen rund 100 Arbeitsplätze für Ingenieure entstehen, kündigte Gerd Neumann, Mitglied der Dekra-Geschäftsführung, an. Die Dekra wolle Automobilhersteller für ihre Fahrzeugtests auf den Ring holen.

Die Prüforganisation war bereits zuvor auf dem Ring aktiv und betreibt in unmittelbarer Nachbarschaft ein Testcenter, in dem es unter anderem um Typ-Prüfungen bei der Entwicklung neuer Fahrzeuge und Bauteile geht. Als Ausrichter von Autorennen sieht sich die Überwachungsorganisation derweil nicht.

Neben der Zukunft des Lausitzrings stand auch das Thema Diesel auf der Agenda. ZDK-Präsident Jürgen Karpinski forderte abermals eine Versachlichung der Debatte. „Wer Wohlstand will, braucht auch unsere Automobilindustrie!“ Die Mobilität von Personen und Gütern brauche noch viele Jahre den Verbrennungsmotor, auch den Diesel. Das Kfz-Gewerbe fordert die Hardwarenachrüstung für Euro-5-Diesel. Aus Sicht der Verbandsorganisation darf der Verbraucher nicht bestraft werden, denn „der hat ja im guten Glauben einen damals aktuellen Selbstzünder erstanden“.

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