Aus Flachsfasern Liux Big: Eine smarte Hutschachtel

Quelle: sp-x 1 min Lesedauer

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Wie auf jeder Automesse standen auch in Paris jede Menge sogenannter Exoten an den Ständen. Ein solcher ist der Liux Big. Die Struktur des Kleinwagens besteht aus Flachsfasern, der Antrieb ist selbstverständlich elektrisch. 

Der BIG des spanischen Start-Ups Liux misst gerade mal 2,75 Meter in der Länge.(Bild:  Liux)
Der BIG des spanischen Start-Ups Liux misst gerade mal 2,75 Meter in der Länge.
(Bild: Liux)

Schon im Namen schwingt sanfte Ironie: Der Big des spanischen Start-Ups Liux misst gerade mal 2,75 Meter in der Länge, ist mit Spiegeln 1,78 Meter breit, 1,47 Meter hoch und bietet Platz für zwei Personen mit kleinem Gepäck (240 Liter). Äußerlich erinnert er stark an den ersten Smart. Es gibt den kleinen Spanier ausschließlich mit Elektromotor. Der leistet 35 kW/47 PS und beschleunigt den 648 Kilogramm leichten Wagen auf stolze 90 km/h. Ein kleiner Flitzer also für die Stadt (Wendekreis: 6,8 Meter), die dortige Maximalgeschwindigkeit von 50 km/h erreicht der Big in 4,5 Sekunden. 

Der Elektromotor kann wahlweise mit zwei Batterien kombiniert werden. Die kleinere ist 15 kWh groß und reicht für 215 Kilometer, bei der größeren sind es 20 kWh und 270 Kilometer. Der Verbrauch liegt bei 6,7 kWh/100 Kilometer. 

Der Elektromotor kann wahlweise mit zwei Batterien kombiniert werden.(Bild:  Liux)
Der Elektromotor kann wahlweise mit zwei Batterien kombiniert werden.
(Bild: Liux)

Der Clou des Liux BIG liegt freilich unter dem - Pardon - Blech: Er hat einen Corpus, der komplett aus Flachsfasern hergestellt ist. Diese werden verwoben und stabilisiert, in lackiertem Zustand lässt sich das Material nicht erkennen. Lediglich das Chassis besteht aus herkömmlichem Metall. Trotz des biologisch abbaubaren Materials erfüllt der Big alle einschlägigen Sicherheitsvorschriften.

Der Clou des Liux BIG liegt freilich unter dem - Pardon - Blech: Er hat einen Corpus, der komplett aus Flachsfasern hergestellt ist.(Bild:  Liux)
Der Clou des Liux BIG liegt freilich unter dem - Pardon - Blech: Er hat einen Corpus, der komplett aus Flachsfasern hergestellt ist.
(Bild: Liux)

Das Leinengewebe ist 40 Prozent leichter als Stahl und verursacht in der Herstellung 61 Prozent weniger CO2-Emissionen, berichtete Co-Eigentümer Antonio Espinosa am Luix-Stand auf der Pariser Automesse, die Mitte Oktober stattfand. Er hat zusammen mit David Sancho die Marke gegründet, die beiden halten auch die Mehrheit der Firmenanteile.

Ein echtes Start-up, das 40 Kilometer von Madrid entfernt eine Produktion aufgebaut hat, die in der Hochlaufphase 5.000 Autos im Jahr herstellen kann. In der Spitze könnten es bis zu 20.000 Stück werden. Dass das Interesse groß ist, zeigt die Warteliste, auf der nach Espinosas Angaben bereits 8.000 Namen stehen. Für weniger als 18.000 Euro soll der Big im ersten Halbjahr 2027 zu kaufen sein.

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