Servicenetz MAN erhöht Investitionsvolumen

Von Malika Matkarimova 1 min Lesedauer

Bis 2030 sollen hohe dreistellige Millionenbeträge in die Modernisierung und Erweiterung der Service- und Vertriebsstandorte fließen. Dabei stemmen Händler und Servicepartner mehr als die Hälfte des Budgets.

Nach Plänen des Lkw-Bauers sollen künftig fast 80 Prozent der Flottenbetreiber ihren nächsten Servicebetrieb in unter 30 Minuten erreichen.(Bild:  MAN)
Nach Plänen des Lkw-Bauers sollen künftig fast 80 Prozent der Flottenbetreiber ihren nächsten Servicebetrieb in unter 30 Minuten erreichen.
(Bild: MAN)

Bereits im Frühjahr hatte der Münchner Lkw-Bauer Eigenmittel in Höhe von 300 Millionen Euro für die eigene Netzstruktur in Aussicht gestellt. Nun sollen weitere 400 Millionen Euro von angeschlossenen Händlern, Servicepartnern und Importeuren fließen. Damit steigt das vorgesehene Gesamtvolumen auf etwa 700 Millionen Euro. Mit den Mitteln wollen das Unternehmen und seine Partner neue Servicebetriebe aufbauen und bestehende Standorte modernisieren. Zudem sollen die Investitionen die regionale Abdeckung und die Werkstattprozesse verbessern. MAN wertet das zusätzliche Engagement der Partner als Vertrauen in die weitere Entwicklung der Marke und ihres Produktportfolios.

Rund ein Drittel des bereitgestellten Gesamtbetrags soll in Maßnahmen für Elektromobilität und Digitalisierung fließen. Geplant sind unter anderem Hochvolt-Schulungen für Werkstattbeschäftigte und der Aufbau von Zentren für die Reparatur von Traktionsbatterien. Darüber hinaus will MAN öffentlich zugängliche Ladepunkte an eigenen Niederlassungen errichten.

Zusätzlich soll die Erreichbarkeit von Werkstätten verbessert werden. Gemäß den Plänen des Lkw-Bauers sollen künftig fast 80 Prozent der Kunden den nächstgelegenen Servicebetrieb in weniger als 30 Minuten Fahrzeit erreichen können. Diese Abdeckung strebt das Unternehmen unter anderem in Deutschland, Österreich und der Schweiz an. Auch in Frankreich, Großbritannien, Italien, Polen, Spanien und der Türkei soll das Netz entsprechend verdichtet werden. In Regionen mit hohem Logistikaufkommen sind dafür zusätzliche Servicestützpunkte vorgesehen.

Erste Projekte befinden sich laut MAN bereits in der Umsetzung. In Portugal hat nahe Lissabon der Bau einer neuen konzerneigenen Vertriebs- und Serviceniederlassung begonnen. Im litauischen Kaunas will die Adampolis Group noch 2026 einen weiteren Standort eröffnen

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