Mangelnde Wartung beeinträchtigt Sicherheit

Redakteur: Steffen Dominsky

Häufig vernachlässigen Autofahrer die Technik ihrer Fahrzeuge. Trotz der Hauptuntersuchung bleiben Risiken für alle Verkehrsteilnehmer, hat die Reifen- und Werkstattkette Vergölst ermittelt.

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Die Wartung zwischen den Hauptuntersuchungen wird oft vernachlässigt. Darum ist es um die Verkehrs- und Betriebssicherheit vieler Fahrzeuge schlecht bestellt.
Die Wartung zwischen den Hauptuntersuchungen wird oft vernachlässigt. Darum ist es um die Verkehrs- und Betriebssicherheit vieler Fahrzeuge schlecht bestellt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mangelhafte Beleuchtung, verschlissene Bremsbeläge, abgefahrene Reifen: Obwohl dank der „Abwrackprämie“ viele Altfahrzeuge aus dem Verkehr gezogen werden, sind auf deutschen Straßen noch immer über sieben Millionen Autos mit gravierenden Mängeln unterwegs. Laut GTÜ birgt jedes sechste der rund 42 Millionen in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge ein erhebliches Unfallrisiko.

Peter Groß, Kfz-Meister des Autoservice-Dienstleisters Vergölst, macht eine vielfach vernachlässigte Wartung und hinausgeschobene Reparaturen für diesen bedenklichen Zustand verantwortlich: „Viele Autofahrer vertrauen allein auf die Hauptuntersuchung. Um die Betriebs- und Verkehrssicherheit sicherzustellen, reichen deren Intervalle aber nicht aus. Denn die für zwei Jahre gültige Plakette gibt es eben auch dann, wenn zum Beispiel der Bremsbelag oder die Profiltiefe der Reifen im Moment der Abnahme gerade noch so durchgeht.“ Zudem werde im Rahmen der Untersuchung weder geprüft, ob das Fahrzeug zuverlässig startet, noch ob der Motor genug Öl hat.

Komplexe Systeme erschweren Do-it-yourself

Autofahrer, die sicher gehen wollen, dass ihr Fahrzeug wirklich mängelfrei ist, müssten die vom Hersteller vorgegebenen Inspektionen durchführen zu lassen. Sinnvoll sei der Fahrzeugcheck vor einer Urlaubsfahrt oder nach dem Winter. „Manche Dinge wie Öle, Filter, Bremsflüssigkeit oder auch der Zahnriemen müssen regelmäßig erneuert werden, wenn man keine Schäden riskieren will“, führt Groß aus.

Von Eigenreparaturen, insbesondere an modernen Fahrzeugen, rät der Experte ab: „Selbst bei früher relativ einfachen Reparaturen wie dem Austausch der Bremsbeläge kommt man heute ohne Spezialwerkzeuge und Diagnosesystem nicht mehr aus.“ Außerdem sei es schwieriger geworden, die richtigen Ersatzteile zu beschaffen, weil es in gleichen Fahrzeugmodellen häufig doch leicht unterschiedliche Ausführungen gebe. „Wer nicht möchte, dass sein Auto zur rollenden Zeitbombe wird, sollte lieber den Fachmann ranlassen“, sagt Groß.

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