Mazda stellt Motorenpalette auf Euro-6d-Temp um

Autor: Jakob Schreiner

Auch Mazda stellt vorzeitig seine Motoren auf die ab September 2019 geltende Abgasnorm Euro 6d-Temp um. Bei den Benzinern gelingt das relativ einfach, dagegen gibt es bei den Selbstzündern aufwendigere Anpassungen.

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(Bild: Mazda)

Mazda rüstet seine Motorenpalette auf. Ab sofort sollen alle bestellten Neufahrzeuge aus laufender Produktion die Euro-6d-Temp-Norm erfüllen, wie der japanische Importeur am Mittwoch in Leverkusen mitteilte. Die einzige Ausnahme bildet das Modell Mazda 3, bei dem man auf das Upgrade verzichtet, da im kommenden Jahr der Nachfolger erwartet wird. Erste Auslieferungen von Fahrzeugen mit Euro-6d-Temp-Norm erwartet Mazda noch im Juli diesen Jahres.

Die modifizierten Skyactive-G Benzin-Direkteinspritzer mit 1,5, 2,0 und 2,5 Liter Hubraum erfüllen die strengste Abgasnorm laut Mazda ohne den Einsatz eines Partikelfilters. Erreichbar ist das durch „innermotorische Modifikationen“, bei denen unter anderem der Einspritzdruck auf 300 bar erhöht, die Kolbenform verändert, die Strömungsverhältnisse im Brennraum optimiert und die Kraftstoffeinspritzung angepasst wurden. Durch die Veränderungen legen die Benziner zum Teil bei Leistung und Drehmoment zu. Am größten ist die Veränderung hier beim 2,0-Liter-Skyactiv-G, der mit 184 PS (135 kW) künftig 24 PS mehr als bisher leistet.

Diese Diesel erfüllen bereits die Euro-6d-Temp-Norm
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Anders als bei Benziner können die Japaner beim Selbstzünder mit 2,2 Liter Hubraum nicht auf eine technische Nachrüstung verzichten. Hier muss mit einem SCR-System nachgebessert werden, um die Abgasnorm zu erfüllen. Daneben gibt es auch hier diverse Optimierungen am Motor wie eine veränderte Brennraumform, eine variable Turbinengeometrie sowie ein geändertes Einspritzmanagement und andere Piezo-Injektoren.

Im Zuge der Anpassungen wird der bislang erhältliche 1,5-Liter-Diesel durch einen 1,8-Liter-Motor ersetzt, was sich unweigerlich auf die Steuerabgaben auswirkt. Beim 1,8er kann Mazda wiederum auf ein SCR-System verzichten, stattdessen kommt ein NOX-Speicherkat zum Einsatz. Dies hat den Vorteil, dass ein regelmäßiges Nachfüllen von Adblue wie bei Fahrzeugen mit SCR-System nicht erforderlich ist, was den Geldbeutel des Kunden schont. Wie auch bei den Benzinmotoren verändern sich bei den Dieselmotoren teilweise die Leistungsdaten nach oben.

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