Volkswagen-Rückruf Mehr Gurte müssen geprüft werden

Von Niko Ganzer 2 min Lesedauer

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Bei über 12.200 VW ID-Polo sowie Cupra Terramar und Raval könnte die Rückhaltewirkung des Beifahrergurts „stark eingeschränkt“ sein. Zum Audi Q3 existiert eine solche Meldung schon seit geraumer Zeit.

Unter anderem beim ID-Polo könnte bei der Gurt-Befestigung im Werk nachlässig gearbeitet worden sein.(Bild:  VW)
Unter anderem beim ID-Polo könnte bei der Gurt-Befestigung im Werk nachlässig gearbeitet worden sein.
(Bild: VW)

Kurz nach dem millionenschweren Lenkungsrückruf hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) eine weitere markenübergreifende Maßnahme für Volkswagen angekündigt. Von den Dimensionen her ist sie aber deutlich übersichtlicher. Demnach müssen einige Elektromodelle von Cupra (Terramar und Raval) sowie VW (ID-Polo) zur Überprüfung und bei Bedarf Austausch der vorderen Sicherheitsgurte in die Vertragsbetriebe.

„Das Beifahrer-Gurtsystem wurde nicht korrekt am Verankerungspunkt der B-Säule befestigt, wodurch die Rückhaltewirkung stark eingeschränkt ist“, bemängelt die Behörde bei weltweit 10.151 Cupras und 1.109 VWs. Sie liefen zu unterschiedlichen Zeiträumen zwischen 7. Juni 2025 und 3. September 2026 vom Band. Der Aktionscode „69C8“ gilt laut KBA hierzulande für 1.936 Cupras und die Kennung „69G1“ für 239 VWs.

Schon im August meldete Flensburg übrigens den Rückruf „69SG“ für weltweit 16.772 Audi Q3 mit Geburtstag zwischen 21. Oktober 2025 und 4. August 2026, davon nicht ganz 1.000 auf dem Heimatmarkt. Die Fehlerbeschreibung klingt etwas anders: „Das Gurtband wurde nicht durch die Metallhülse des Gurtendbeschlagstraffers gezogen, so dass im Falle eines Unfalls die Rückhaltewirkung des vorderen rechten Sicherheitsgurtes erheblich beeinträchtigt ist“, hieß es damals.

Hier wurden betroffene Audi-Kunden nach unseren Informationen sogar aufgefordert, bis zur Durchführung der Rückrufaktion den Beifahrersitz nicht zu benutzen. Ob dies auch für die beiden neuen Rückrufe von VW und Cupra gilt, können Kunden unter den Rufnummern 06150 – 1079 991 (Cupra) und 0800 – 865 579 2436 (VW) erfragen. Die Audi-Hotline ist unter der 0800 – 2834 7378 423 erreichbar. Zu anderen Konzernmodellen liegen bisher noch keine solchen Behördenmeldungen vor.

Markenmonitor 2026

Vertriebsnetze – Die Stimmung bessert sich leicht

Der Markenmonitor 2026 zeigt eine leichte Besserung der Händlerzufriedenheit.
(Bildquelle: VCG)

Die Skoda-Partner sind am zufriedensten, in den Citroën- und Opel-Netzen brennt der Baum. Der Markenmonitor 2026 des Instituts für Automobilwirtschaft (IfA) bringt deutliche Stimmungsunterschiede in den Vertriebsnetzen zutage. Erstmals mit dabei sind die chinesischen Fabrikate BYD, Great Wall, MG und Xpeng. Was gut läuft im Handel und in welchen Bereichen noch Entwicklungspotenzial besteht, zeigt eine Analyse der Markenmonitor-Daten – durch Grafiken anschaulich aufbereitet. Die Ergebnisse zur Gemütslage des Handels in 32 Vertriebsnetzen finden Abonnenten im Online-Dossier Markenmonitor.

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