Tarifstreit in Bayern beendet Mehr Lohn für Beschäftigte im Kfz-Gewerbe

Autor: Doris Pfaff

Der Tarifstreit in Bayern ist beendet. Die Vertreter der Arbeitgeber und der IG Metall einigten sich am Donnerstag auf einen neuen Tarifvertrag. Der sieht unter anderem eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent und eine einmalige Corona-Prämie vor.

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Bei den Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern und der IG Metall kam es wie in Hamburg (Foto) bereits zu ersten Warnstreiks. In Bayern konnten sich die Verhandlungsführer nun auf einen neuen Abschluss einigen.
Bei den Verhandlungen zwischen den Arbeitgebern und der IG Metall kam es wie in Hamburg (Foto) bereits zu ersten Warnstreiks. In Bayern konnten sich die Verhandlungsführer nun auf einen neuen Abschluss einigen.
(Bild: Peter Bisping/IG Metall)

Nach einer gescheiterten ersten Verhandlungsrunde erzielten im zweiten Anlauf die Tarifgemeinschaft des bayerischen Kraftfahrzeuggewerbes und die IG Metall als Vertreter der Arbeitnehmerseite einen neuen Tarifabschluss.

Er tritt rückwirkend zum 1. Juni in Kraft und hat eine Laufzeit bis Ende März 2023. Die beiden Vertragsparteien verständigten sich auf eine Einmalzahlung einer steuerfreie Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro zum 1. August 2021.

Ferner erhalten ab dem 1. Februar 2022 die Beschäftigten im Kfz-Gewerbe in Bayern eine Lohnerhöhung von 2,2 Prozent. Auch für die Auszubildenden steigt das Gehalt um dauerhaft 30 Euro im 1. August und weitere 30 Euro im 1. Februar 2022.

„Trotz sehr großer wirtschaftlicher Herausforderungen als Folge der Coronakrise haben die Arbeitgeber mit diesem Tarifabschluss ein starkes Zeichen der Wertschätzung für die über 140.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Auszubildenden im bayerischen Kraftfahrzeuggewerbe gesetzt“, sagte Albert Vetterl, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft des bayerischen Kfz-Gewerbes.

Mit diesem Tarifabschluss bleibe das Kfz-Handwerk weiterhin attraktiv für Fach- und Nachwuchskräfte und gebe mit seiner Laufzeit von 22 Monaten den Betrieben Planungssicherheit, so Vetterl.

Ursprünglich hatte die IG Metall für die Beschäftigten unter anderem eine Lohnerhöhung von 4 Prozent gefordert. Das Kfz-Gewerbe wiederum hatte aufgrund der Pandemie für eine Nullrunde plädiert.

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Redakteurin bei »kfz-betrieb«, Ressort Verbände & Politik