Mercedes-C-Klasse: Ferngesteuerter Edel-Kombi

Autor / Redakteur: sp-x / Michael Ziegler

Kurz nach dem Start der Limousine schiebt Mercedes die Kombiversion der C-Klasse nach. Das sportliche T-Modell legt besonderen Wert auf die Kommunikation zwischen Fahrer und Auto.

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Kurz nach dem Start der Limousine schiebt Mercedes die Kombiversion der C-Klasse nach.
Kurz nach dem Start der Limousine schiebt Mercedes die Kombiversion der C-Klasse nach.
(Foto: Daimler)

Alle sind an Bord, gleich werden die Tür des Airbus geschlossen. Plötzlich schießt dem Passagier in Reihe 4 die Frage durch den Kopf. „Hab ich eigentlich mein Auto abgeschlossen?“ Ein Griff in die Innentasche des Saccos nach dem Smartphone, kurzes Antippen einer App mit dem Zeigefinger – und die Befürchtung des Mercedes-Fahrers bestätigt sich nach einem schnellen Blick aufs Handy-Display. Die Türen seiner C-Klasse sind nicht verriegelt. Ärgerlich, aber unser Herr Mustermann bleibt gelassen. Ein weiterer Tastendruck schafft das Problem aus der Welt.

Das ab September lieferbare neue T-Modell der bereits im Frühjahr gestarteten C-Klasse ist der erste Mercedes, der mit dem hauseigenen neuen System „Connect me“ ausgerüstet werden kann. Eine Art Fernsteuerung fürs Auto, die zunächst eben jenes Verschließen der Türen per Smartphone ermöglicht. Zudem kann man sich jederzeit mit dem Auto „verbinden“, zum Beispiel den Treibstoffvorrat und die verbleibende Reichweite abfragen. Auch der Standort kann wiedergefunden werden, wenn man sich in einer fremden Stadt nicht mehr daran erinnert, wo man denn nun geparkt hat.

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Fast zehn Zentimeter Längenzuwachs

Diese Tele-Kommunikation ist aber nicht das einzige Highlight der Kombiversion des meistverkauften Mercedes. Wie sein viertüriges Pendant ist auch der elegante Schnelllaster gewachsen. Die fast zehn Zentimeter Längenzuwachs strecken ihn auf nunmehr 4,70 Meter. Der Radstand legte um acht Zentimeter zu, die Breite um vier. Damit bietet das einst wegen der nicht gerade üppigen Maße gescholtene T-Modell jetzt deutlich mehr Komfort und Platz für die Hinterbänkler. Dagegen steigerte sich das Ladevolumen um eher bescheidene zehn auf jetzt 1.510 Liter bei umgeklappten Sitzlehnen. Ist die fünftürige C-Klasse voll besetzt, passen 490 Liter hinter die Rücksitze, fünf mehr als bisher – nicht wirklich rekordverdächtig.

Entwicklungschef Thomas Weber verweist bei der Weltpremiere am Produktionsstandort Bremen auf die gesteigerte Variabilität. „Unser neues T-Modell ist extrem praktisch“, sagt er und nennt als Beispiel die Rückbank. Sie ist jetzt im Verhältnis 40:20:40 teilbar. „Damit kann der Innenraum als Fünf-, Vier-, Drei- oder Zweisitzer genutzt werden“, zählt Weber auf. „Unser Kombi passt sich also jeder Transportaufgabe bequem an“. Als weitere praktische Helfer sind elektrische Betätigungen für die Entriegelung der Fondlehnen und der Heckklappe bestellbar. Die C-Klasse-Fahrer können bald auch mit dem Fuß unter dem hinteren Stoßfänger wackeln, um ein berührungsloses „Sesam öffne dich“ zu ermöglichen. Hilfreich, wenn man keine Hand frei hat und den teuren Designkoffer nicht in eine Pfütze stellen möchte.

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