Polestar hat einen neuen CEO: Thomas Ingenlath, der die schwedische Elektromarke seit ihrer Gründung im Jahr 2017 geführt hatte, übergibt zum 1. Oktober das Ruder an Michael Lohscheller. Der gibt in diesem Zug sein jüngst angetretenes Amt als VDIK-Präsident wieder ab.
Michael Lohscheller soll die globale Marktposition von Polestar stärken.
(Bild: Polestar)
Polestar hat Michael Lohscheller zum neuen CEO berufen. Thomas Ingenlath, der das schwedische Tochterunternehmen des chinesischen Geely-Konzerns seit seiner Gründung im Jahr 2017 leitete, tritt von dieser Position mit Wirkung zum 1. Oktober zurück.
Lohscheller war zuvor unter anderem CEO von Opel, Vinfast und Nikola. Zuletzt war der Automobilmanager Präsident des Verbands der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Von letzterem Amt tritt er jetzt zurück. Toyota-Deutschland-Präsident und VDIK-Vizepräsident André Schmidt übernimmt Lohschellers Aufgaben beim Verband, bis ein neuer hauptamtlicher Präsident gefunden ist.
Der ebenfalls neue Polestar-Aufsichtsratschef, Winfried Vahland, setzt große Erwartungen in den neuen CEO: „Polestar hat eine außergewöhnliche Start-up-Phase hinter sich und erweitert derzeit sein Produktportfolio. Michael Lohscheller ist die ideale Persönlichkeit, um Polestar in eine neue Ära zu führen. Seine tiefgreifenden Branchenkenntnisse, die Entwicklung einer kohärenten Produktstrategie und die Stärkung der globalen Marktpräsenz voranzutreiben, werden für die nächste Wachstumsstufe von Polestar entscheidend sein.“ Zugleich würdigt Winfried Vahland die Verdienste von Thomas Ingenlath: Der ehemalige Chefdesigner von Volvo habe Polestar von einer Volvo-Performance-Division zu einer globale Premium-Elektrofahrzeugmarke entwickelt.
Globale Neuzulassungen unter Druck
Auf Michael Lohscheller warten herausfordernde Aufgaben, denn die Entwicklung der Verkaufszahlen des börsennotierten Herstellers liegt deutlich unter den Erwartungen: Noch in diesem Frühjahr hatte Thomas Ingenlath in einem Interview mit der Automobilnachrichtenagentur „sp-x“ verkündet, im Jahr 2025 weltweit über 150.000 Autos verkaufen zu wollen. Doch davon ist der Hersteller aktuell noch sehr weit entfernt: Im ersten Halbjahr 2024 hatte Polestar global gerade einmal gut 20.200 Neuwagen ausgeliefert, ein Rückgang von rund 27 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum – und das trotz einer Erweiterung seines Modellportfolios.
In Deutschland sackten die Neuzulassungen von Polestar in den ersten sechs Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sogar um knapp die Hälfte ab auf gerade einmal 1.584 Neuzulassungen. Auch finanziell befindet sich Polestar gerade in einer Schieflage: Global verbuchte das Unternehmen im vergangenen Jahr einen Verlust in Höhe von knapp 1,1 Milliarden Euro. 2022 lag der Verlust noch bei 446,74 Millionen Euro.
Aktuell ist Polestar in 27 Märkten vertreten und setzt auf den digitalen Direktvertrieb in Kombination mit physischen Markenrepräsentanzen. Geplant ist, im Laufe des zweiten Halbjahrs 2024 in den wichtigsten Märkten neben dem digitalen Direktvertrieb auch noch ein unechtes Agentursystem einzuführen, um die Verkaufszahlen zu steigern.
Ein deutlicher Ausbau des Produktportfolios ist Polestars wichtigster Wachstumstreiber: Bis zum Jahr 2026 will die Geely-Tochter ihr Portfolio auf fünf vollelektrische Modelle ausbauen. Die beiden jüngsten Modelle sind das SUV Polestar 3 und das SUV-Coupé Polestar 4, die gerade in Deutschland eingeführt werden. Beim Polestar 5, der im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll, wird es sich um ein GT-Modell handeln, beim Polestar 6, der 2026 folgen wird, um einen Roadster.
Der Wechsel des CEO reiht sich in eine ganze Serie von personellen Veränderungen in der Führungsriege ein, die Polestar in den vergangenen Monaten vorgenommen hatte: Erst vor wenigen Tagen hatte der Hersteller Philipp Römers zum neuen Designchef und Nachfolger von Maximilian Missoni berufen. Zugleich hatte Polestar die Zahl seiner Mitarbeiter zuletzt um 15 Prozent reduziert.
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.